Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

37 — 
1913 mit Hafer 
1916 , ü 
weniger: 
18052698 Dekijatinen 
12921939 M 
5130759 Dekjatinen 
1913 mit Gerijte 12481908 Dekjatinen 
1916 ü 8227978 ” 
weniger: 4253930 Debiatinen 
Den größten (abjoluten) Rüdgang Haben fomit die mit Weizen 
und Roggen beftellten Flädhen zu verzeichnen, d. h. der Unbau der Ge- 
treidearten ijt bejonders ftarkf zurüdgegangen, die für die Ernährung 
der Bevölflerung befonders wichtig find. Die gefamte Anbaufläde 
betrug laut den ‚Isweltija‘“ (Nr. 6 vom 17. Mai 1918) im Kahre 
1913 — 104828283 Dehjatinen. Bereits damals wurde über die 
Berwahrlofjung des toten und lebenden Inventars, das Fehlen von 
‚andwirtfdhaftliden Maldinen und Geräten und einen äußerft ftarkfen 
Arbeitermangel geflagt, wodurd große Teile der Ernte, befonders 
‚m Nordkaukahus, in Sibirien und dem Wolgagebiet verloren gingen. 
Genaue Daten über diejen verloren gegangenen Teil der Ernte be- 
jigen wir nidt, das Moskauer Städtijde Verpflegungsiomitee be- 
jeidnete ihn jedoch als „auHerordentlidhH groß“. Bereits zu Aus- 
jang des Yahres 1916 trat in einzelnen Gegenden NMuklands eine 
Lebensmittelfrife zutage, [owohl in einigen Städten, wie aud 
an gewiljen FrontabjAHnitten waren die Getreidevorräte beinahe völlig 
er[HSpft. Es wäre natürlid durchaus verfehlt, diefe erjte Lebens- 
mittelirije darauf zurüdzuführen, daß bereits damals nidht mehr ge- 
nügend Getreide im Lande produziert worden fei. Bei einer geregel- 
ten Verteilung und einem geordneten Verkehrswejen wäre damals 
nicht der geringjte Mangel zu verfpüren gewejen. Iroß des NMüd- 
zganges der AUnbaufläde, troß dem Umftande, dak an vielen Orten 
infolge des Fehlens von Mafjdhinen und Arbeitskräften die Ernte auf 
ben Feldern verfaulte, war im Lande nod) ein gewaltiger Über|dhuß 
an Storn vorhanden. Das liegt auf der Hand, da ja die Getreide. 
zusfuhr, die vor dem Kriege eine bedeutende Rolle gefpielt hatte, fortfiel 
und immerhin der Bruttvertrag der Ernte an Roggen, Weizen, Hafer 
und Gerite 1916 nod) 2002,4 Millionen Bud betrug und aud) im 
nächjten Jahre die ftattliHe Ziffer von 1942,7 Millionen Pud erreichte. 
Die Lebensmittelirije, die Rukland Ende 1916 und zu Beginn des 
Jahres 1917 hHeimfuchte, Hätte aljo bei entipredjenden energifden Mak- 
nahmen der Regierung fehr wohl überwunden werden können, wenn 
aud) naturgemäß dur die Fortdauer des Krieges. die Tätigleit der 
Regierung auf diejfem Gebiete ftarf behindert wurde. Um größere 
Mengen Getreide zu erhalten, führte der neue Landwirtjdhaftsminijter 
Rittid im Dezember 1916 die Zwangsablieferung von Ge:
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.