Full text: Tote und lebendige Wissenschaft

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bestehen, die ihrerseits die wirtschaftlichen Unterganzheiten 
und Einzelerscheinungen ausgliedern (welche Aus 
gliederung allerdings in den Akten des Wirtschafts s u b j e k t s 
sich vollzieht), so ist es im Aufbau des Systems eine der wich 
tigsten Aufgaben, über den grundsätzlichen Gang dieser Aus 
gliederung, oder, wie wir es kurz nennen wollen, über die 
A u s g l i e d e r u n g s o r d n u n g der Wirtschaft 
Klarheit zu erlangen. 
Es ist nicht möglich, im Rahmen eines kurzen Aufsatzes die 
ganze Denkaufgabe, die sich hier ergibt, zu erschöpfen. Darum 
sei mir eine Beschränkung auf das Nötigste gestattet und zu 
gleich ein Hinweis auf jene anderen Arbeiten, in denen ich ein 
Übriges bereits getan habe^). Dennoch will der folgende Auf 
satz: fürs Erste eine Probe ganzheitlichen Verfahrens geben, in 
dem er zum ersten Male in der Geschichte der Volkswirtschafts 
lehre den Begriff des Vorranges planmäßig als Untersuchungs 
mittel verwendet; er will ferner auch eine Darstellung der 
Hauptpunkte der ganzheitlichen Volkswirtschaftslehre sein; eben 
damit wird er notgedrungen drittens auch zu einer Grundlegung 
der Volkswirtschaftspolitik. Diese führt, wie sich zeigen wird, 
systematisch über List hinaus, indem sie die Erfordernisse des 
Eigenlebens (der vita propria) aller Ganzheiten, Unterganz 
heiten und Glieder zur Grundfeste der Wirtschaftspflege macht, 
nicht an Einer Ganzheit, der Volkswirtschaft, und an Einer 
Frage, der Aollfrage, haften bleibt, wie dies Schutzzoll- und 
Freihandelslehre tun. 
*) Kategorienlehre, G. Fischer, Jena 1924; 
Fundament der Volkswirtschaftslehre, 3. Ausl. 
G. Fischer, Jena 1923; 
Gesellschaftslehre, 2. Aufl., Quelle & Meyer, Leipzig 1923; 
ferner der Aufsah „Vorrang und Gestaltwandel in der Ausgliederungs 
ordnung der Gesellschaft" in der Ztschr. „Logos", Bd. VIII, Tübingen 
1924/25.
	        
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