127
reife bewirkt wird, verwandelt. Auch hier gehen die Lei
stungen von Stufe zu Stufe (von Betrieb zu Betrieb), aber
diese Vorgänge haben nicht, oder nicht ganz die Form des
spekulativen und freien Tausches. Tausch und Zutei
lung sind daher verschiedene Formen der
Gliederungsvorgänge (der Verbindungs- und Aus-
einandcrsetzungsvorgänge) zwischen den Unterganz
heiten der Volks- und Weltwirtschaft,
bzw. der Eingliederungsvorgänge der Einzelwirtschafter in sie;
sie sind aber keine eigenen „Unterganzheiten" noch eigene „Or
ganisationsformen" der Wirtschaft! Daher darf der Tausch
nicht, wie heute in Lehrbüchern auch üblich, unter den „Organi
sationsformen" der Volkswirtschaft behandelt werden! Der
Umstand, daß mit dem Tausch freie Preisbildung, mit den
verschiedenen Zuteilungsformen aber solche Preisbildungen
verbunden sind, die der Naturalrechnung — in diesem Falle
aber der inneren, noch übersichtlichen Naturalrechnung der
betreffenden Wirtschaftskreise — angehören, ist eine Erschei
nung, die außerhalb des Zusammenhanges dieser Betrachtungen
liegt. — Wir fassen unsere bisherigen Ausführungen folgender
maßen zusammen:
1. Der Tausch vollzieht sich zwar sowohl in der Volkswirt
schaft wie in der Weltwirtschaft durch „Personen", aber: a) durch
Personen nur in ihrer Eigenschaft als Wirtschafter; und b) nur
dadurch, daß jeder Wirtschafter Glied eines Wirtschaftsgebildes,
eines „Betriebes" ist, wobei „Betrieb" als Zelle in der ob
jektiven, jeweils gegebenen Gliederung der Volkswirtschaft
aufzufassen ist, nicht als Summe von wirtschaftenden Subjekten
oder als Besitz von Subjekten.
2. Dieser von einzelnen Personen als Exponenten
von Betrieben durchgeführte Tausch vollzieht sich:
a) unter der Gemeinsamkeitsreife zünftiger (verbandlicher)
Art; d) gebietswirtschaftlicher Art; c) volkswirtschaftlicher Art;