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§ 108. Geld.
nia Silber mei# mir milicia größerer Bcriocnbnng bon
9Irbeitanefd)idli#it nnb Slnlngalnfilnl nna&nbringen ist. S)ie
Prvdnctionskosten des Silbers können daher mit ben Kultur
fortschritten sich im Allgemeinen leichter abmindern, alv diejenigen
des Goldes. Die Produetionskosten des Goldes dagegen konnten
sich lediglich etwa dann im Vergleich mit denen des Silbers
überwiegend vermindern, wenn sich nachhaltig neue, ganz eson cr~>
ausgiebige und leicht benutzbare Goldquellen eröffneten. Selbst
bie ¿umní ¡eit Wille biefea ÄaMmbcrta in golge ber cMoin#cn
und australischen Entdeckungen eingetretene große Bermeyning
ber @oIbnicngc hat thntfnchlid) bna SBcrthbcrhöIlniß bon @olb
und Silber noch wenig berührt. Sollte jedoch in der Zukunft
wirklich ein Sinken des Goldwerthes eintreten, so würde dadurch
zugleich der Werth des Silbers mehr oder weniger mit betroffen
werden, weil beide Metalle einander im Gelddienste zu vertreten
vermögen.
Außerdem kommt hinzu, daß auf den höheren Kulturstufen
ber Wbbcbarf überhaupt steigt, looburd) ca fid) ungleich ertinrl,
weshalb Gold sogar gleichzeitig bei hochkultivirten Völkern meist
höher Mt, Oía bei solchen Böllern, 100% nod; leine so großen
gelungen &n leisten haben. ^ ^ snf
ÑU der vielfach verbreiteten Meinung, daß der Werth dc^
Goldes stärker schwanke als derjenige des Silbers, hat wesentlich
mit der Umstand beigetragen, daß Silber bisher (d. h. bis 18 i 2)
im Welthandel als allgemeinster und oberster Werthsmesser benutzt
wurde. In Ländern mit reiner Silberwährung, m denen Silber
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anßcrorbcntlid) steigt. Bercditiglcr bürste bie seitherige Xnnnhmc
fein, daß Silber zufolge seiner Productwnsverhaltmsse zwar auf
kürzere, Gold aber, dessen einmal vorhandener Vorrath sich
vollständiger erhalte und wegen günstigster Versendbarkeit sich so
besonders leicht dem Vedarse entsprechend vertheile, auf längere
Reit hin allen anderen Gütern gegenüber größere Werthsgleich
mäßigkeit (Tauschwerthsstabilität) behaupte.
Manche hegen endlich neuerdings bereits die Befürchtung,
daß die gesteigerte Masscnproduction an Gold in Verbindung
mit zu erwartender günstigerer Gestaltung der betreffenden