Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1285) 1869 Juli 1 
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Bande, sich wie eine Herde Schafe verschachern zu lassen, war 
wirklich kolossal. 
Ich setze voraus, daß Du die 2. Notenhälften am Montag er- 
halten hast. 
Die irischen Members haben sich bei dem Mooreschen Antrag 
wieder miserabel benommen und Herr Bruce sich wieder heiter 
blamiert. 
Nach Eichhoffs Mitteilung ist es mir sehr fraglich geworden, 
ob an Meißner wegen der Popularisierung aus Deinem Buch über- 
0 haupt zu schreiben ist. Was denkst Du davon? Jedenfalls, wenn 5/gr. 
Bücher schon nicht ziehen, so ist 8 ä 10 sgr. noch weniger verbreit- 
bar, Hier könnte nur ein Broschürchen von 1—2 Bogen ä 2*): sgr. 
helfen, und das ist eine Arbeit zu machen, und würde nichts für 
Meißner sein. Was hältst Du davon? Oder willst Du’s für persön- 
5 liche Absprache vorbehalten, da Du doch iedenfalls Meißner in 
Deutschland besuchst? 
Jenny ist wohl nach der Seeseite mit ihren edlen Monroes? 
Beste Grüße von Allen an Alle. 
Dein F. E. 
1286. Marx an Engels; 1869 Juli 3. 
3. Juli 1869. 
Dear Fred, 
Beste Kongratulation zu Deiner Flucht aus der ägyptischen Ge- 
fangenschaft! 
» Ich habe zu Ehren dieses Ereignisses ein „Glas über den Durst“ 
getrunken, aber Abends späte, nicht wie die vreußischen Gendar- 
men vor Sonnenaufgang. 
Einliegend inhaltsschwerer Brief des Wilhelm. Du wirst dar- 
aus ersehn, daß er sich plötzlich zu meinem Kurator ernannt 
2% hat und mir alles und jegliches vorschreibt, was ich tun »» muß‘ 
Ich muß zu ihrem August-Kongreß kommen, muß mich den 
deutschen Arbeitern zeigen; muß die internationalen Karten 
umgehend schicken (nachdem sie auf zweimalige Anfrage 
darüber 3 Monate durch nicht geantwortet), muß das Kom- 
35 munistische Manifest umficken! muß nach Leipzig kommen! 
Ist es nicht höchst naiv, daß er in demselben Brief, worin er 
die 2 £ (die ich für ihn dem Eccarius übermacht) nicht zurück- 
schicken zu können klagt, mir Reisegeld für Deutschland 
anbietet! Toujours le mö&me! 
Über Dich scheint er sittlich entrüstet. Ich habe ihm bereits ge- 
antwortet, daß er Deinen Brief falsch interpretiert. Es ist dem 
Mann völlig unbeegreiflich. daß Gesinnung und Geschäftsführung 
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