Full text : Wirtschaft als Leben

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( Die  Grenzen  der  Geschichte“,

wicklung  hineindenkt,  die  sich  nach  der  Analogie  der  biologischen
Versuchsreihen  gestalten  lassen.  Diese  Interpolation  aber  ist  im  tatsächlichen ­
  Erfolge  eins  damit,  daß  uns  jener  entscheidende  Übergang
im  Geschehen  erfaßlich  wird:  wir  können  uns  nun  in  jeglicher
Hinsicht  den  Entwicklungsgang  bis  ins  Detail  auszumalen  suchen.  Es
bezieht  sich  also  das  zwingende  Postulat  der  Metahistorie  ausdrücklich
auf  jenes  Erfassen  des  Überganges,  das  dort,  vom  historischen
Standpunkte  aus,  im  Kerne  unseres  Problems  steht.  Was  also  von
dem  einen  Standpunkte  aus  im  wesentlichsten  Sinne  Problem  ist,
Erkenntnis  also,  die  in  Frage  steht,  ist  vom  anderen  Standpunkte  aus
im  wesentlichsten  Sinne  Postulat,  Erkenntnis  also,  die  von  Haus
aus  außer  Frage  steht.
Dieser  schreiende  Gegensatz  rückt  uns  noch  einmal  den  Abstand
zwischen  Historie  und  Metahistorie  vor  Augen.  Aber  es  ergibt  sich
zugleich,  daß  wir  in  bezug  auf  die  landläufige  „Lösung“  von  allem
absehen  könnten,  was  sich  gegen  sie  Vorbringen  ließ  —  von  den  Irrtümern
  ihrer  dialektischen  Begründung;  von  dem  Umstande,  daß  man
die  Grenzen  der  Geschichte  gleich  mit  den  Grenzen  der  „Menschengeschichte“ ­
  übereinfallen  läßt;  von  dem  Nachweise,  daß  die  metahistorischen ­
  Ergebnisse  ihrer  innersten  Natur  nach  der  Bedeutung  ermangeln, ­
  auch  nur  dieser  „Menschengeschichte“  die  Grenzen  zu  ziehen,
weil  sie  nie  und  nimmer  ein  Gegenwert  historischen  Geschehens  sind
—  von  allem  könnte  man  absehen,  und  es  bliebe  noch  immer  der
Vorwurf  in  Kraft,  daß  die  landläufige  „Lösung“  mit  jener  volte-face
von  Problem  zu  Postulat  einen  inneren  Widerspruch  in  sich
birgt,  der  allein  hinreichte,  um  sie  alles  wissenschaftlichen ­
  Ernstes  zu  berauben,  so  verführerisch  sie  uns  auch
scheinen  mag.  Die  „Lösung  aus  Versehen“  hat  sich  also  vor  der  Erkenntniskritik ­
  als  eine  Lösung  zu  Unrecht  erwiesen,  als  ein
Selbstbetrug  unseres  Denkens;  inhaltlich  aber  als  ein  Mißbrauch ­
  der  metahistorischen  Ergebnisse,  um  unser  Problem  nur  um
jeden  Preis  zu  „lösen“.

XXV.
Der  Weg  ist  ausgegangen.  Es  konnte  nur  einen  auf  klärenden
Vorstoß  gelten,  der  unmöglich  schon  die  Entscheidung  bringt.  Fragwürdig ­
  mußte  die  Durchführung  bleiben,  fraglos  aber  ist  der  angestrebte ­
  Erfolg.  Es  hat  sich  erwiesen,  daß  der  kleine,  zaghafte  Schritt,
den  die  Kritik  im  Vortrag  getan,  nicht  unbedingt  in  eine  hoffnungslose
            
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