Full text: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

MM 
K-Wr-r 
— 103 — 
Es kam vor, daß nicht alle verrechneten Einnahmen reali 
siert waren, z. B. wenn die Kupons nicht eingelöst wurden oder 
ein Schuldner mit seiner Zahlung im Rückstand blieb. Diese 
Posten wurden unter der Rubrik der liquidierten Ausstände 
wieder als Ausgabe verrechnet. Die Summe dieser liqui 
dierten Ausstände betrug bei Buderus am Ende des Jahres 1807: 
fl 267 850.8.—. Dieser Posten wurde jedes Mal weiter übertragen. 
Gingen Ausstände ein, so wurden sie abgeschrieben, kamen 
neue Ausstände dazu, so wurden sie zugeschrieben. Ende 1812 
betrug die Summe der liquidierten Ausstände fl 119365.15.2. 
Das ist demnach alles, was in den Jahren 1807 bis 1812 von 
den bei Buderus verrechneten Einnahmen noch nicht einge 
gangen war. 
Bei den Zinsen des Jahres 1807 sind auch solche mit 
gerechnet, die vor dem 1. Januar dieses Jahres fällig waren. 
Bei den außerordentlichen Einnahmen figurieren u. a. die eng 
lischen Eingänge auf die Extraordinarienrechnung, die 8 Prozent 
Provision seitens der mit Lombardanlehen belasteten Bankiers 
und das zuweilen nicht unerhebliche Aufgeld von verwechselten 
Geldsorten. 
Die englischen Einnahmen sind nämlich in obigen Posten 
regelmäßig durch Umrechnung in Gulden mit verrechnet. Nur drei 
Posten sind in englischer Währung aufgeführt und dienen als 
Ergänzungen obiger Tabelle in der Rubrik: Zinsen von ausgeliehenen 
Kapitalien, nämlich: 
1811 Juli £ 16 888.15.— 
1812 Juni „ 12 279. 7.6 
1812 Juli 167 „ 19067. 1.2 
Auch in den letzten Monaten des Jahres 1806 stand 
dem Kurfürsten noch ein nennenswerter Barvorrat bei den 
van Notten zur Verfügung. Am 31. Oktober empfängt Meyer 
Amschel einen Kreditbrief auf die van Notten über 4500 £ 
— 45 737 fl 25 kr und im Dezember einen solchen über 16 700 £ 
— 169 736 fl 39 kr. 
Einnahmen ermittelt aus der Reservekassenrechnung (Knatz). 
Der Vorrat bei der Reservekasse betrug Anfang Januar 1807 
7606 rf I 3 /* Sch. Schlesw.-Holst. Kurant.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.