Full text: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Die liquidierten Rückstände bei der Reservekasse betrugen 
Ende 1813 1858 Rtlr. 23 Gr. 7 Mir. und fl 90.16.2 Wiener 
Währung. 
Die Einnahmen, welche der Reservekasse von Buderus zu 
gingen, sind hier nicht aufgeführt, weil sie keine Ergänzung zu 
den in Buderus’ Rechnung vereinnahmten Geldern darstellen. Sie 
bilden einen Teil der von Buderus unter der Rubrik: Ablieferungen 
an Se. Kurfürstliche Durchlaucht, ausgeführten Posten und sind 
demgemäß unten bei Buderus’ Ausgaben S. 114 verzeichnet. 
Ausgaben. 
Die regelmäßigen Ausgaben der Exilzeit erstreckten sich 
wesentlich auf die Haus- oder Hofhaltung, die Besoldungen oder 
Pensionen und die Deputatgelder. 
Am 6. Februar 1808 stellte Knatz zu Itzehoe einen Etat der 
ständigen und unständigen Monatsausgaben auf. Zu den unständigen 
Ausgaben rechneten: Küche, Mägdelohn, Möbelmiete, Unterhaltung 
des Gartens, Arznei, Wäsche, Fourage für den Marstall, Holz- und 
Lichtbrand, Wein usw. (zusammen 1050 Rtlr.); ferner Reisekosten, 
Marstall, neue Sachen, Garderobe, Briefporto und Staffetten, 
Livreen und Strumpfgeld, Bücher, Reparaturen an den Gebäuden, 
kleine Ausgaben usw. Die Gesamtsumme dieser Ausgaben be 
trug in schleswig-holsteinischem Kurant 1517 Rtlr. 10 Sch. Zu 
den ständigen Ausgaben rechneten die Gehälter der Offiziere, 
Beamten, Köche, Lakaien und Reitknechte; ferner der Gehalt 
der Reichsgräfin von Schlotheim (400 Rtlr.), des Informators, der 
Gouvernante, der Kammerfrau usw. Die Gesamtsumme betrug hier 
1136 Rtlr. 18Vs Sch. 
Die Hauptsumme der monatlichen Ausgaben betrug also bei 
dieser knappen Aufstellung 2653 Rtlr. 28 1 /s Sch., und die Jahres 
ausgaben 31 843 Rtlr. 4 Sch. 168 . Die Besoldungen und Pensionen 
wurden indes ebenso wie die Reise- und Zehrungskosten nur zum 
Teil aus der Reservekasse bestritten. Auch Buderus hatte all 
jährlich erhebliche Summen für diese Zwecke zu verausgaben. 
Einen wesentlichen Posten bildeten ferner unter den laufenden 
Ausgaben die Deputatgelder. Sie betrugen in den letzten Jahren 
ca. 156 000 fl im Jahr. Die Kurfürstin erhielt jährlich 12 000 rf, 
vom Oktober 1807 ab 24 000 rf oder 43 200 fl 24 ff. Der Kur 
prinz erhielt ebenfalls 24 000 rf, und zwar in der Währung des
	        
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