Full text : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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In  den  Ablieferungen  an  Knatz  stecken  regelmäßig  auch  Gehälter,  Pensionen,
Reisekosten,  die  Buderus  für  den  Rechnungsführer  der  Reservekasse  direkt
an  die  Empfänger  entrichtete.  Selbstverständlich  sind  diese  Gelder  bei  Knatz
in  Einnahme  und  Ausgabe  verrechnet.  Es  kommen  aber  im  übrigen  zeitliche ­
  Verschiebungen  vor,  so  daß  z  B.  ein  Posten,  der  bereits  im  September
von  Buderus  eingegangen  war,  erst  im  folgenden  Jahre  bei  Knatz  als  Einnahme ­
  gebucht  wird;  daß  ein  Posten,  der  erst  im  Februar  einging,  noch
auf  das  vorhergehende  Jahr  übertragen  wird.
Die  Ablieferungen  an  den  Kurfürsten  und  an  Knatz,  ebenso  die  von
der  Reservekasse  bei  Lawätz  gemachten  Erhebungen  figurieren  in  der
Reservekassenrechnung  alle  drei  unter  der  Rubrik:  Zahlungen  vom  Herrn
von  Carlshausen.  Sie  werden  durch  folgende  Tabelle  dargestellt:

Zahlungen  vom  Herrn  von  Carlshausen  zur  Reservekasse
mit  Einschluß  der  Zahlungen  zu  Höchsteigenen  Händen.

Jahr

Rtlr

Schlesw-Holst.


Wiener
Banko-Wiener



Wiener
Einlösungs-Or.

  H ' r

Kurant
Tlr  Sch.  Tisch.

zettel
Gulden  kr  Pf

Währung
Gulden  kr  Pf

scheine
Gulden  kr

Pf.

1807

3586

1  1

59432  29

—

—  i

—

— s —

—

—

—

1808

41051

13  6

43523  32

—

112000

—

—  1  —

—

—

—

1809

4174

11  —

—  —I-1810



6307

15  l 1 /«

—

—

—  —j—

84531

40-—



—

—

1811

15015

1  5

:

—

23219  4  —

—

6885

13

l ii

1812

40601

15  6

f

—  —  —

62769

52

—

1813

121899

IlöVs

—

29412|39  -

—

1807-1813  232635

208-/-102956

  13

135219|  4  -

113944  19  -

69655

5|'/i

Lawätz  empfing  auch  Gelder  direkt  von  den  Schuldnern  des  Kurfürsten,
z.  B.  vom  Herzog  v.  Mecklenburg-Strelitz,  vom  Grafen  Platen  zu  Hallermund,
vom  Grafen  Voß  zu  Großgievitz.  Auch  kassierte  er  preußische  Zinskupons
ein  Er  bestritt  von  seinem  Vorrat  noch  andere  Ausgaben,  zeitweise  z.  B.
Deputatgelder  für  die  Kurfürstin  (monatlich  1000  Taler,  vom  Oktober  1807
ab  2000  Taler),  den  Kurprinzen  (monatlich  2000  Taler),  den  Landgrafen  Karl;
ferner  Botenlohn,  Reisekosten,  Zahlungen  an  Mensing,  Jordis  und  anderes.
Er  führte  eine  eigene  Rechnung,  die  er  von  Zeit  zu  Zeit  an  Buderus  sandte.
Buderus  verarbeitete  sie  in  seine  eigene  Rechnung,  und  gab  unter  der  Rubrik:
Ablieferungen  an  Seine  Kurfürstliche  Durchlaucht,  jedesmal  eine  Übersicht
der  Einnahmen  und  Ausgaben  des  Etatrats  in  besonderer  Aufstellung.
Gelder,  die  Lawätz  direkt  von  den  Schuldnern  des  Kurfürsten  empfing,
werden  von  Buderus  bei  den  Einnahmen  und  folgerichtig  auch  bei  den
Ausgaben  verrechnet,  bei  den  Ausgaben  natürlich  jedesmal  unter  der  Rubrik:
Ablieferungen  an  Seine  Kurfürstliche  Durchlaucht.  In  letzterer  Rubrik  stecken
also  auch  die  Deputatgelder,  die  Lawätz  auszahlte.  Im  August  1809  rechnete
Buderus  zum  letzten  Mal  im  eigentlichen  Sinne  mit  Lawätz  ab  und  zog
            
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