fullscreen: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

(985) 1866 Juni 20 
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985. Marx an Engels; 1866 Juni 20. 
20 June 1866. 
Dear Fred, 
Das verdammte Wetter wirkt besonders fatal sur mon phy- 
5 sique; und dies ist der Grund, warum ich Dir bisher weder den 
„Wein“ angezeigt, noch sonst geschrieben. Nach Manchester kom- 
men, geht nicht, denn ich kann das Haus im present state nicht ver- 
lassen: außerdem muß ich hier sein wegen der „International“, 
wo meine French friends schon einmal meine Abwesenheit be- 
o nutzt, um unter diesen trying circumstances dummes Zeug im 
Namen der Association zu machen. 
Was hiesige Zeitungen betrifft, so ist es nach meiner Ansicht, 
falls die Sache in Manchester nicht geht, das Beste, einen deftigen 
military article an die „Times“ zu schicken, wo Du Dich als der 
ı5 englische Korrespondent der Darmstädter Militärzeitung ankün- 
digen kannst. Politische Rücksichten sind dabei nicht zu nehmen, 
da ein Londoner Blatt grad so schlecht wie das andre. und es sich 
ım die weiteste Publizität handelt. 
Du mußt mich jetzt „kritisch“ au courant des affaires in Italy 
z% und Germany halten. 
Gestern war im International Council Debatte über die jetzige 
Kriegssache. Es war vorher angekündigt und unser room sehr voll. 
Auch die Herrn Italiener hatten uns wieder beschickt. Die Dis- 
kussion was wound up, wie vorherzusehn, mit der „question of 
ss nationality‘“ überhaupt und der Stellung, die wir dazu einzu- 
nehmen. Dieses sujet vertagt auf nächsten Dienstag. 
Die Franzosen, sehr zahlreich vertreten, gave vent ihrer kor- 
dialen Abneigung gegen die Italiener. 
Übrigens rückten die (Nichtarbeiter) Renräsentanten der 
jo „jeune France“ damit heraus. daß alle Nationalität und Nationen 
selbst „des preiuges surann&s““ sind. Proudhonisierter Stirnerianis- 
mus. Alles aufzulösen in kleine „groupes“ oder „communes“, die 
wieder einen „Verein“ bilden, aber keinen Staat. Und zwar soll 
Jiese „Individualisierung“ der Menschheit und der entsprechende 
w _mutualisme“ vor sich gehn, indem die Geschichte in allen andern 
Ländern aufhört und die ganze Welt wartet, bis die Franzosen reif 
sind, eine soziale Revolution zu machen. Dann werden sie uns das 
Experiment vormachen, und die ührige Welt wird, durch die Kraft 
ihres Beispiels überwältigt, dasselbige tun. Ganz was Fourier von 
u seinem phalanstere modelle erwartete. D’ailleurs sind alle „R eak- 
tionäre“, die die „soziale“ Frage mit den „superstitions““ der Alten 
Welt inkumbieren. 
Die Engländer lachten sehr, als ich meinen speech damit er- 
Sffnete. daß unser Freund Lafargue ete., der die Nationalitäten
	        
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