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jedes Mal eine entsprechende Summe in Obligationen vorgelegt habe,
beziehen. Hierauf wurde sein Gesuch nur in dem Sinne gewährt,
daß die außer den dänischen und Frankfurter Obligationen einzu
legenden Staatspapiere ebenfalls noch der höchsten Approbation
bedürften. Meyer Amschel erklärte nun, daß er außer dänischen
und Frankfurter noch pfalz-bayerische Partialobligationen einlegen
wolle. Daraufhin fand die endgültige allerhöchste Genehmigung
statt. Rothschild verhandelte dabei mit dem zweiten Departement
des Kriegskollegiums, dieses gab jedesmal entsprechende Berichte
an den Landgrafen, empfing die Antworten in Form eines Extraktes
des Generalkriegsprotokolls und gab sie an Rothschild weiter.
Am 31. Mai hatte dieser sein Gesuch eingereicht, und am 3. Juli
fand die letzte Entscheidung statt. Das ging noch verhältnismäßig
rasch. Wenn er aber seine Sache von Frankfurt aus betrieben
hätte, so wäre er entweder gar nicht oder viel langsamer zum
Ziel gelangt. Hier tritt uns wieder eine Eigenschaft entgegen, die
der emporstrebenden Rothschildschen Familie wesentlich zustatten
kam, ihr schnelles persönliches Eingreifen an Ort und Stelle.
Das wiederholt sich bei den nunmehr folgenden Geschäften
mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Das letzte Geschäft vom
Jahre 1801 wurde noch von Frankfurt aus gemacht. Und zwar
wurde es mit Obligationen bestritten, die von den Gebr. Bethmann
begeben waren. Diese Firma hatte damals eine dänische Anleihe
von 1 Million fl 20 ff zu 4 1 /2°/o auf eine 8jährige Stillstandszeit
eröffnet. Es war allgemein üblich, auf diese Obligationen einen
Nachlaß von l 1 /** 0 / 0 zu vergüten, und unter dieser Bedingung erhielt
Rothschild am 7. Dezember 1801 einen Auftrag auf 180 000 fl 24 ff
und der Oberkriegszahlamtsagent Michel Simon in Kassel einen
solchen auf 60 000 fl 24 ff 42 .
Auch das folgende Geschäft im Mai des Jahres 1802 fand
noch von Frankfurt aus statt. Rothschild verkaufte damals dem
Landgrafen dänische und Frankfurter Obligationen im Gesamtbetrag
von 200 000 fl, die ebenfalls mit der preußischen Rückzahlung be
glichen wurden 43 .
Beim nächsten Obligationenkauf aber ist Rothschild wieder in
Kassel anwesend, um seine Sache an Ort und Stelle zu vertreten.
Vom 31. Mai bis zum 3. Juli 1802 hatte er sich daselbst um die
Lombardanleihe von 200 000 fl bemüht. Vom 12. August bis 4. Sep
tember war er ebenfalls dort, um den Auftrag auf 100 4 4 /sprozentige