Full text : Finanzwissenschaft

F.  V.  Abschnitt.  Kriegssteuern.

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im  November  von  63  Prozent
„  Dezember  „  56  „
Bei  den  Verzehrungssteuern  zeigt  sich  eine  Abnahme  von  durchschnittlich ­
  34  Prozent.  Sie  ist  am  höchsten  heim  Bier  (76  Prozent),
am  geringsten  bei  Tabak  und  Zündhölzchen  16  Prozent.  Aber
schon  in  den  ersten  Monaten  des  Jahres  1915  nahmen  die  Differenzen ­
  ab.
Für  England  hat  Lloyd  George  die  Mindereinnahme  während
der  ersten  fünf  Monate  auf  113  Mill.  £  veranschlagt. 1 )
Für  Deutschland  konstatiert  Schwarz 2 )  gleichfalls  Abnahme
der  Steuereingänge.
Dieser  Erscheinung  gegenüber  muß  aber  darauf  hingewiesen
werden,  daß  sich  fast  überall  bald  eine  Erhöhung  eingestellt  hat.
Ganz  abgesehen  von  der  Einführung  neuer  Steuern  und  der  Erhöhung ­
  älterer  Steuern  zeigen  auch  die  regelmäßigen  Einnahmequellen ­
  bald  eine  günstige  Gestaltung.  Es  genüge  hier  auf  folgende
Daten  hinzuweisen.  Im  Vergleich  zur  Schlußrechnung  vom  Jahre
1913  zeigt  die  von  1914/15,  in  welchem  Jahre  noch  keine  Kriegssteuern ­
  vorkommen,  folgende  Resultate  für  Ungarn:

1913

1914/15

Mill.

Kronen

Grundsteuer

61,9

53,7

Haussteuer

48,8

47,3

Erwerbsteuer

59,3

58,9

Aktiengesellschaftssteuer

21,3

18,4

Kapitalrentensteuer

25,8

25,9

Einkommensteuerzuschlag

44,7

41,7

Eisenbahnsteuer

50,8

38,3

Insgesamt  direkte  Steuern

326,1

301,6

Branntweinsteuer

93,2

89,7

Branntweinsteuerzuschlag

47.7

60,9

Biersteuer

14,4

14,7

Biersteuerzuschlag

32,1

31,9

Zuckersteuer

59,4

79,2

Petroleumsteuer

15,7

16,0

Weinsteuer

22,0

20,4

Fleischsteuer

8,9

8,9

Insgesamt  indirekte  Steuern

294,8

321,9

’)  Jeze,  Finances  de  guerre  de  l’Angleterre,  8.  26.
s )  Die  Finanzen  der  europäischen  Staaten  usw.  (Schanz,  Finanzarchiv
1918,  I.  Bd.).
Feldes,  Finanzwissenschaft.

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