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die Teilung in Gruppen nach Alter und Zivilstand der Gatten bei
der Trauung für jede Gruppe höchst verschiedene Resultate ergeben;
unterscheidet man ferner zwischen Ehenauflösung verschiedener Art
(Tod des Mannes oder der Frau, Scheidung), so erhellt, daß auch
hier von Wanderungen im gleichen Sinne wie bei einer Gliederung
ier Sterbefälle nach Todesursachen die Rede sein kann.
Anstatt die Auflösung der Ehe als die Begebenheit, welche den
Sterbefällen in der Sterblichkeitsstatistik analog ist, zu betrachten,
kann man in der Statistik der Ehen z. B. die Erstgeburt als ein zu
beobachtendes Kreignis wählen. Aus der entsprechenden Überlebens-
kurve wird dann die Wahrscheinlichkeit dafür hervorgehen, daß die
Zeit x vor der Geburt des ersten Kindes verstreicht. Wie oben
muß eine Gliederung des Bestandes von beobachteten Ehen in Grup-
pen nach dem Alter der Gatten im allgemeinen für notwendig
erachtet werden; auch hier wird es von Interesse sein, eine der
Gliederung nach Todesursachen entsprechende Einteilung der beobach-
teten Geburten vorzunehmen und z. B. nach mißglückten, zu frühen
oder normalen Geburten oder nach dem Geschlecht der geborenen
Kinder oder in Einzel- und Vielgeburten zu gliedern. Auch die
Schnelligkeit, mit der sich die folgenden Kinder der Ehe einfinden
werden, läßt sich mittels ähnlicher Methoden untersuchen, wenn
gleichzeitig die Geburtsaummer der geborenen Kinder beobachtet
wird; das Resultat ist eine „Überlebenskurve“, die sich in mehrere
Abteilungen gliedert. Genau dasselbe gilt, wenn man nicht die Ehen,
sondern die Mütter als die Einheiten, aus denen sich die betrachtete
Bevölkerung zusammensetzt, behandelt. Die Schwierigkeit bei dieser
Art von Untersuchungen liegt nach dem Angeführten überwiegend
in der rein praktischen Aufgabe, das erforderliche Beobachtungs-
material zu beschaffen.
324. In Verbindung mit dieser Frage kann man ferner die
Frage der Invalidität, welche von großer sozialer Bedeutung ist,
behandeln. Beobachtet man in einer gewissen Bevölkerungsgruppe
nicht bloß die eintretenden Sterbefälle, sondern auch die Unglücks-
fälle, welche Arbeitsuntauglichkeit mit sich führen, und faßt man
diese beiden Begebenheiten als „Todesfall“ zusammen, so läßt
sich eine „Überlebenstafel“ berechnen, aus der u. a. die Wahrschein-
lichkeit dafür hervorgeht, daß eine jetzt x-jährige Person nach h Jahren
weder tot noch invalide ist.
Werden die dem Abgang durch Tod oder Invalidität ent-