VI. Abschnitt. Die Kriegsaniehen.
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und New-York und alle dort fälligen Zinsen russischer Staats-
anlehen, sowie den auf Eußland entfallenden Betrag zur Unter
stützung der kleineren Verbündeten vorschußweise bezahlten. End
lich nahm Eußland im Februar 1916 eine Anleihe von 50 Mill. Yen
gegen einjährige Schatzscheine auf. Wieviel von dem emittierten
Schatzscheinen gezeichnet und eingezahlt wurde, ist unbekannt.
Was die langfristigen Anlehen betrifft, so gestalten sich die
selben wie folgt:
Oktober
1914
500 Millionen Eubel
März
1915
500
Mai
11
1000
November
r
1000
März
1916
2000
Bis zum August 1916 hat sich die Gesamtschuld Eußlands
infolge der Kriegsaniehen um etwa 20 Milliarden Eubel vermehrt.
Die ersten finanziellen Maßregeln Italiens, schon bei Ausbruch
des Weltkrieges und bevor noch Italien den Treubruch an seinen
Verbündeten begangen, war die Erhöhung des Noten- und Staats
papiergeldkontingentes. Der Notenumlauf wurde von 908 auf das
Doppelte, 1816 Milhonen Lire erhöht. Die Banken hatten die
Pflicht dem Staate einen Vorschuß von 710 Millionen Lire zu ge
währen. Außerdem wurde die Ausgabe von 300 Millionen unge
deckter Noten gestattet. Der Höchstbetrag des Staatspapiergeldes
wurde (von 525) auf 1200 Millionen festgesetzt. Zu alledem kam
im Dezember 1914 die Aufnahme eines Anlehens von 1 Milliarde
zu einem Zins von Prozent, mit dem Emissionskurs 97. Bei
Ausbruch des Krieges wurde der Legierung ein Kriegskredit von
3 Milliarden bewilligt, welcher zu verschiedenen Operationen im
In- und Auslande benutzt wurde, so schon im Juni 1915 zuf Aus
gabe von H/y prozentigen Schuldverschreibungen in unbegrenzter
Höhe. Emissionskurs 98. Gezeichnet wurden 1117,5 Millionen Lire.
Dezember 1915 folgt schon die dritte Kriegsanleihe mit dem Zinsfuß
von 5 Prozent und dem Emissionskurs von 97,50. Gezeichnet
wurden 3 Milliarden Lire, wovon aber über eine Milliarde mittels
Umtausch gedeckt wurde. Die drei Kriegsanleihen ergaben ein
Eesultat von 5,1 Milliarden resp. in Barem etwa 3 Milliarden,
dies beträgt etwa die Hälfte der Kriegskosten (bis August 1916),
woraus sich ergibt, daß die andere Hälfte durch kurzfristige An
lehen gedeckt werden mußte. Im Mai 1916 wurde mit der Aus
gabe eines neuen Typus von Schatzscheinen — wohl wegen der
Aussichtslosigkeit fester Anlehen — begonnen, von dem bis