Full text : Arbeiterfürsorge im Hause Cornelius Heyl, Worms a. Rhein

ie  Fabriken  des  Hauses  CORNELIUS  HEYL
umfassen  drei  Anlagen:  SPEYERBENN,  MARIAMÜNSTER, ­
  NEUHAUSEN,  im  ganzen  510  Gebäude. ­
  Hergestellt  werden  aus  Kalb-  und  Ziegenfellen ­
  sowie  Fohlen-  und  Rindshäuten  verschiedenste
Ledersorten,  besonders  für  die  Schuhfabrikation.
Die  Arbeiterzahl  hat  sich  in  den  letzten  40  Jahren  wie  folgt  entwickelt:
Kaufmännische,  technische  und  Be-  1873  1883  1893  1903  1913
triebsbeamte  40  58  75  121  170
Männliche  Arbeiter  765  1434  1924  2838  3328
Weibliche  Arbeiter  269  519  744  847  1629
1074  2011  2743  3806  5127
Hiervon  wohnen:
in  Worms  1609  Personen,
in  umliegenden  Ortschaften  3518  Personen.
Verheiratet  sind:
a)  männliche  Arbeiter  2233,
b)  weibliche  Arbeiter  208.
Jugendliche  Arbeiter  im  Alter  von  14  bis  16  Jahren:
282  männliche  273  weibliche.
Von  den  Fabrikangehörigen  haben
946  Arbeiter  das  25  jährige  Dienstjubiläum  gefeiert,
128  Arbeiter  das  40jährige  Dienstjubiläum  gefeiert,
22  Arbeiter  das  50jährige  Dienstjubiläum  gefeiert.
1904  Beamte  und  Arbeiter  stehen  mehr  als  10  Jahre
ununterbrochen  im  Dienste  des  Hauses.
Im  Jahre  1906  wurde  in  sämtlichen  Fabriken  der  8%  ständige  Arbeitstag ­
  eingeführt.  Die  regelmäßige  Arbeitszeit  dauert  von  7  Uhr  morgens
bis  5  Uhr  abends.  Arbeitspausen  finden  statt  morgens  von  8%  bis
9  Uhr  und  mittags  von  12  bis  1  Uhr.  Für  Überstunden  wird  je
nach  der  Lohngruppe  ein  Zuschlag  von  20  bis  28  °/ 0 ,  für  Nachtarbeit
ein  solcher  von  50  bis  65  °/ 0  vergütet.  Sonntagsarbeit  wird  je  nach
der  Lohngruppe  mit  einem  Zuschlag  von  30  bis  100%  bezahlt.
            
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