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Schlußfolgerungen
volkswirtschaftlich die dafür gebrachten Dpfer bei wei
tem aufwiegt.
Die Hebung der Konsumfähigkeit, des Standard of
Life ist eben erste Bedingung wirtschaftlichen Ñuf-
schwunges.
Sowie nun ein Volk durch die Gunst der natür
lichen Verhältnisse oder die Geschicklichkeit seiner Men
schen gewisse Überschußwerte erzeugt und die mittlere
Lebenshaltung zu ihrer Befriedigung Produkte erfordert,
die nur unter anderen klimatischen Verhältnissen zu
erzeugen sind, findet der internationale Güter
austausch statt, und damit tritt ein zweites gewaltiges
Moment zur Hebung der Wohlfahrt und des Reichtums
der Völker in die Erscheinung.
Zunächst auf dem Gebiete des reinen Tausches
von Sachgütern, wir haben schon gesehen, daß auch
der internationale Tausch stets für beide der aus
tauschenden Nationen vor Vorteil sein muß. Je reger
also zwischen zwei Völkern der Warenaustausch, je
wohlhabender werden beide, immer vorausgesetzt, der
tausch sei frei.
Nun schiebt sich aber bekanntlich in diese Frei
heit die menschliche Willkür in $orm des Schutzzoll
systems, und da kaum irgend etwas zu größeren wissen
schaftlichen und politischen Meinungsverschiedenheiten
geführt hat, als der Kampf um die Zölle, so wollen
wir untersuchen, wie diese hochwichtige Frage sich an der
Hand unserer Gedankengänge ausnimmt, wir werden
dann zur Einsicht kommen, daß es sich hierbei nicht
um eine Prinzipien-, sondern um eine Gpportunitäts-
frage handelt, die so weit geht, daß jemand mit vollem