8. Kapitel
Dingen, für die der Konsum häufig noch nicht einmal
sicher ist.
verkürzte Arbeitszeit braucht nicht verminderte
Produktion zu bedeuten, sie bedeutet aber jedenfalls
in irgendeiner Form erhöhten Innenkonsum,
und das ist volkswirtschaftlich entschieden
von Vorteil.
Lin Einwand, daß es nach diesem Prinzip besser
wäre, es würde gar nicht gearbeitet, sondern nur konsumiert
und gefeiert, wäre töricht, da es einen solchen
Zustand gar nicht geben kann - aber unumstößlich richtig
ist das eine: wenn jeder, der, ohne seine Lebenshaltung
herabstimmen zu müssen, feiern will und kann, auch
feiert, der konsumieren will und kann, auch konsumiert,
dann wird sich die Produktion ganz von selber finden,
immer vorausgesetzt natürlich, sie sei nicht künstlich
gehemmt.
ñuch in unserer sozialen Gesetzgebung liegt
ein wertbildender Faktor. Leider herrscht noch häufig die
Meinung vor, die Opfer, die unsere Arbeitgeber für
die großen sozialen Versicherungen brächten, seien eine
Belastung unseres ganzen Wirtschaftskörpers im vergleich
zum Auslande, das diese Abgaben nicht kenne. Das
Umgekehrte ist der Fall. Gewiß, ist für den einzelnen
die Last oft drückend, aber, wie schon oft hervorgehoben,
laufen die Interessen des Individuums häufig
denen des Allgemeinwohls scheinbar schnurstracks zuwider.
Letzteres hat einen unverkennbaren Vorteil, denn
indem Millionen von Menschen in einer Kaufkraft
erhalten werden, die sie ohne die soziale Gesetzgebung
jedenfalls nicht haben würden, bescheiden wie sie sein
mag, leisten sie durch Hebung des Gesamtkonsums unserer
Industrie und Landwirtschaft einen Dienst, der