„Aha," antwortete Wilhelm, „ich sehe schon, wo du hinaus willst. Es |
ist die Arbeit der Bewohner dieser Stadt, die alles das bewirkt."
„Aber wäre dein Beispiel nicht einfacher gewesen," fragte nun Karl, 1
„wenn du nicht eine ganze Stadt, sondern nur einen Handwerker genommen
hättest? Von dein gilt es doch auch, daß sein Werkzeug u. s. w. mit der Zeit j
wertlos wird, wenn er es nicht benützt, und daß nur seine Arbeit den Wert 1
erhält und neuen schafft."
„Das ist freilich richtig," bestätigte ich. „Trotzdem aber erscheint mir
das Beispiel von der Stadt klarer, denn beim einzelnen Meister entsteht leicht j
der Anschein, als ob nicht nur seine Arbeit den Wert schaffte, sondern auch
sein Werkzeug. Tatsächlich glauben das auch viele Leute. Wenn man aber die j
ganze Wirtschaft betrachtet, dann sieht man sofort, daß nur die Arbeit es ist, |
die den Wert schafft und bestimmt."
„Das will mir aber doch nicht ganz einleuchten," wandte Wilhelm;
ein. „Du sprichst immer nur vom Handwerk; aber wie steht es denn zuml
Beispiel bei der Landwirtschaft? Das Korn wird doch nicht nur durch die l
Arbeit des Menschen hervorgebracht. Wenn die Erde nicht fruchtbar ist, wenn I
nicht die Sonne scheint und der Regen fällt, dann ist alle Mühe umsonst, dann 1
kann die Arbeit gar nichts schaffen. Da kommt es also auf die Natur ebenso i
an wie auf die Arbeit." ^
„Du hättest gar nicht bis zur Landwirtschaft gehen müssen, mit das
zu beweisen," entgegnete ich, „denn auch im Handwerk spielen die Natur-1
fräste eine große Rolle. Was finge zum Beispiel der Gerber an ohne die |
chemische Wirksamkeit der Lohe?"
„Nun also," unterbrach mich Wilhelm eifrig, „dann stimmt doch das,»
was du da gesagt hast, auch für das Handwerk nicht; dann ist es dock nicht
nur die Arbeit, die schafft, sondern auch die Natur."
„Das habe ich auch gar nicht geleugnet," erwiderte ich. „Aber darauf I
kommt es hier ja gar nicht an. Wir fragen doch nicht, wie die verschiedenen
Waren entstanden sind, sondern wie ihr Wert zustande gekommen ist. Wir j
haben aber gesehen, daß der Wert ein gesellschaftliches Verhältnis ist, eine
Beziehung zwischen den Menschen und nicht eine Eigenschaft der Sachen. Daß
das Getreide schmackhaft ist und Nälhrwert besitzt, daß man daraus Stärke I
zum Steifen der Hemdbrust und Schnaps zum Verblöden des Gehirns!
machen kann, das sind seine natürlichen Eigenschaften. Daß sich aber ein |
Zentner Getreide gegen zwei Hüte oder gegen ein paar Stiefel, gegen I
100 Schachteln Schuhwichse oder eine Flasche Champagnerwein eintauschen i
läßt, das ist nicht seine natürliche Eigenschaft, das kommt nur daher, daß
wir in ganz bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen leben, daß zur Er-!
zeugung aller dieser schönen Dinge gleich viel menschliche Arbeit erforderlich
ist. Ob der Bauer in einem guten Jahr auf seinem Grund und Boden
20 Zentner Getreide produziert oder in einem schlechten Jahr nur 15 Zentner,»
das macht, wenn diese Aenderung allgemein ist, einen großen Unterschied für
die Volksernährung aus, aber am Wert seines Produktes ändert es nichts, t
Die 15 Zentner im schlechten Jahr werden denselben Tauschwert, wenn auch!
nicht dieselbe Nährkrüft haben, wie die 20 Zentner im guten Jahr."
„Aber 15 Zentner können doch nicht denselben Wert haben wie 20,"
warf hier Wilhelm ein. „Von 20 Zentner Getreide kann man doch zum Bei-»
spiel viel länger leben als von 15."
„Du verwechselst hier," erwiderte ich, „zwei verschiedene Dinge. Der j
sogenannte „Gebrauchswert", das heißt der Nutzen von 20 Zentner ist freilich
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