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diesen zwei Gebieten gibt es 120 Kohlenlager oder Kohlenadern,
von denen 65 ausbeutbar sind, in einer Gesamtstärke von 68 m.
Die aufgeschlossenen Gruben dieses Bassins haben im Jahre 1854
wenigstens 2 Millionen metrische Tonnen gefördert, die als Haupt
absatzgebiete die heimische Industrie, das Rheinland und sogar die
Niederlande haben, wo sie den von Belgien und England eingeführten
Kohlen Konkurrenz zu machen beginnen.
Die gegenwärtige Lage der Buhr-Kohlengruben läßt nicht ent
fernt die nächste Zukunft ahnen, die ihnen beschieden ist. Das
Lager läuft unzweifelhaft vom Rhein 65 km zusammenhängend in
der Richtung Nord-Nordost; aber man kennt keineswegs immer die
ganze Breite, weil die Kohlenformation überall gegen Norden unter
taucht unter jüngere Schichten und das Alluvium der sächsischen
Ebene. Besonders in dieser Verlängerung bleiben noch große Ent
deckungen zu machen. Man weiß schon, daß das Kohlenlager sich
auf das linke Rheinufer, in der Richtung auf Krefeld erstreckt;
und es ist Grund anzunehmen, daß es sich unter dem Alluvium bis
zu den Ausläufern des Kohlengebietes in der Nähe von Aachen, von
Herzogenrath und Eschweiler ausdehnt. Allem Anschein nach ge
hören die Ruhr-Kohlengruben zu dem größten Kohlengebiet des
Kontinents. Im Osten erstreckt sich dieses Gebiet parallel der Nord
see in einer Länge von 200 km von Osnabrück bis Aachen; im
Westen wendet es sich, 300 km lang, von dieser Stadt bis westlich
von Pas-de-Calais, über Lüttich, Charleroy, Mons und Anzin. Sind
diese Voraussetzungen richtig, so würde das Ruhr-Kohlengebiet mit
den Kohlenlagern Englands verglichen werden können; jedenfalls
scheint es berufen, der Mittelpunkt der kontinentalen Industrie zu
werden.
Wenn man das Elend betrachtet, das die Ausbeutung der -
Kohlengruben im Schoße der Industriebevölkerung Englands, Belgiens
und Frankreichs hat entstehen lassen, so stellt man sich zunächst
die Frage, ob dasselbe Schicksal auch den Arbeitern beschieden ist,
die in der Nähe des Ruhrbeckens sich anzusiedeln beginnen. Der
Verfasser würde einige Gründe haben, daran zu zweifeln, wenn er
sich allein auf die Eindrücke bezöge, welche die während mehrerer
Reisen in den Jahren 1825—1849 beobachteten Tatsachen in ihm
hervorgebracht haben. Die früheren Bestimmungen überließen den
staatlichen Bergbeamten die höhere Leitung der Kohlenberg
werke und den Schutz der in den Gruben tätigen Arbeiter. Sie
widersetzten sich dem allzuraschen Anhäufen der Bevölkerung.
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