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anderer Stelle behandelten großen Interessengemeinschaft: Rheinische
Creditbank — Pfälzische Bank — Süddeutsche Bank,
wodurch die Süddeutsche Bank mit der Pfälzischen Bank fusioniert
wurde und intern vollständig in jener aufging.
(Tabelle siehe Seite 28.)
Die Oberrheinische Bank.
Die Konzentrationsbestrebungen, denen wir bei der kaum
zwei Jahrzehnte dauernden, aber kräftig dezentralisierten Entwicklung
der Oberrheinischen Bank begegnen, zeugen deutlich
für den überhandnehmenden Einfluß der Berliner Großbanken
über unser badisches Bankwesen. Hand in Hand hiermit geht
der kurz vor der Jahrhundertwende einsetzende Eroberungszug
der in der Reichshauptstadt bei einigen wenigen Banken akkumulierten
Kapital- und Machtsphäre in alle deutsche Einzelstaaten
und heute weit über die deutschen Grenzen in alle Erdteile
hinein.
Die Oberrheinische Bank war das erste badische Kreditinstitut,
das sich einem Berliner Großbankenkonzern (Deutsche
Bank) angliederte, und die dann später dem von Berlin strahlenförmig
ausgehenden mächtigen Expansionsdrang dieser Kapitalsmacht
zum Opfer fiel. Diese Erscheinung ist hauptsächlich in
der Konzentrationsperiode 1895—1901 die wichtigste Ursache
zum Zusammenschluß der wichtigsten kreditvermittelnden Unternehmungen
in den einzelnen Bundesstaaten Deutschlands. Im
Großherzogtum Baden machte sich dieser „Zug in die Provinz“
zunächst bei der Oberrheinischen Bank geltend. Wohl ist ihre
mächtig dezentralisierte Entwicklung hauptsächlich auf das Konto
der Deutschen Bank zu schreiben, aber auch ihr restloses Aufgehen
in die Rheinische Creditbank hat sie der Machtsphäre
dieses Berliner Instituts zuzuschreiben.