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ermässigung von 12 J / 2 auf 1 d von einer die vermehrte Portoeinnahme aufzehrenden
Steigerung der Ausgaben und Selbstkosten kaum die Rode
sein kann.
Man darf sich da nicht beirren lassen. Hach der Berner Spezialstatistik
für 1906 (Eeleve-Expedition) kann man- sich berechnen, dass etwa 50 Millionen
Briefe (ohne Postkax-ten) und insgesamt etwa 93 Millionen Bxiefpostsendungen
aller Art aus England nach europäischen Ländern gingen, davon
(zum Pennyporto) 1,5 Millionen Briefe und 2,4 Millionen Sendungen überhaupt
nach britischen Kolonien in Europa.
Wenn die Seebeförderung für diese Sendungen, denen aber noch
etwa 1 150 000 Pakete und die Wertsendungen beizurechnen wären, 28 680 £
gekostet hat (also etwa 600 000 M), so würde auf jede europäische
Briefpostsendung Englands im Durchschnitt knapp % Pfennig
Seeporto entfallen, für Briefe im besonderen natürlich mehr, für andre
Dinge dann aber weniger. Palls der weite überseeische Kolonialpennyportoverkehr
sich axxch nicht rentiert, der europäische Verkehr würde bei einer
Steigerung um etwa 125 % (vielleicht schon in 3—4 Jahren) den rechnerischen
Ausfall gewiss bald wettmachen und nachher mehr Einnahmen
schaffen als jetzt.
Ich lasse nun unten eine Zahlentafel folgen. Die englische Post
pliegt das Gewicht der Briefe und Karten schätzixngsweise festzustellen;
die Ermittelung der Stückzahl oder des Gewichts erfolgt nicht durchweg
alle Jahre. Daher sind oft bei verschiedenen Jahren noch dieselben
Zahlen angegeben. Der Verkehr nach Frankreich wuchs von
1898 bis 1905 um 65°/ 0 , der nach Deutschland um 70%; der nach
Indien (Pennyporto) aber um 109 # /o (nach 3% Jahren um 45%),
der nach Afrika (meist britische Länder) bis 1905, wo der Krieg längst
vorüber war, sogar um 272%, und der nach Canada um 254%. Nach
dem noch viel entlegneren Australien, das dem Pennyportoabkommen bis
Ende 1905 fern blieb, wuchs der englische Brief- und Postkartenverkehr
dagegen in demselben Zeitraum (1898—1905) bloss um 61 °/ 0 , und nach den
viel näheren gleichspraohigen Vereinigten Staaten mit ihrem x-egen
englischen Wechsel verkehr, der aber nicht den Vorzug eines billigen Pennyportos
besass, gar nur um'33%. Das gibt doch zu denken!
Die steigernde Wirkung der Verbilligung ist unverkennbar.
Wenn der europäische Verkehr Englands in 7—8 Jahren auch nur
ebenso, wie der afrikanische und kanadische um 250 bis 300 °/ 0 stiege, so
würde das bei Einführung des Weltpennyportos nicht bloss die vorübergehenden
Einnahmeausfälle wieder gut machen, sondern bald darauf zu
ansehnlichen Mehreinnahmen führen und zu besonders grossen Mehrausgaben
kaum Alllass geben. .
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