Full text : München als Industriestadt

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bandes  bayerischer  Metallindustrieller.  Für  Tagelöhner,  Schreiner ­
  und  ähnliche  Arbeiter  gelten  die  Vorschriften  dieses  Verbandes ­
  nicht;  sie  können  bei  Bedarf  durch  einfache  Anmeldung ­
  in  dem  Betriebsbüro  eingestellt  werden.  Hie  und  da,
wenn  große  Posten  fällig  sind,  wird  das  städtische  Arbeitsamt ­
  benötigt.
Für  den  Absatz,  der  sich  jährlich  mit  dem  Lagerumsatz
zusammen  auf  ca.  300000  Tonnen  beläuft,  kommt  zunächst
München  selbst  mit  über  zwei  Drittel  in  Betracht.  Nur  ungefähr ­
  ein  Drittel  des  Oesamtabsatzes  verteilt  sich  auf  Gebiete ­
  außerhalb  Münchens,  namentlich  Ober-  und  Niederbayern,
Oberpfalz,  Mittelfranken  und  Schwaben.  Teilweise  gehen  auch
größere  Sendungen  nach  Oberitalien,  Österreich,  Tirol  und  Voralberg.
  Export  hat  die  Firma,  die  sich  lediglich  als  nach  dem
besten  Konsum  orientiert  erweist,  fast  gar  keinen.  Ihr  Lagerabsatzgebiet ­
  ist  noch  mehr  begrenzt  durch  die  Berechnung
sämtlicher  Berufsfrachten  auch  anderer  Betriebe  ab  Neunkirchen. ­
  Kustermann  vermag  deshalb  nur  an  die  Orte,  die  weiter
von  dieser  Zentrale  Neunkirchen  wegliegen  wie  München,  billiger ­
  zu  liefern  wie  die  Konkurrenz.  Der  Bezug  des  Rohmaterials ­
  geschieht  teils  aus  Amberg  in  Bayern,  teils  'aus
Luxemburg,  während  die  Halb-  und  Fertigfabrikate  für  das
Lagergeschäft  sämtliche  über  Neunkirchen  im  Saargebiet  bezogen ­
  werden.  Durch  die  ungeheuer  große  und  auswahlreiche
Lagerhaltung  in  Bezug  auf  Walzeisen  (Stabeisen),  Form-,  Zierund
  Fa9oneisen  —  nach  der  Ausscheidung  des  Stahlwerkverbandes ­
  als  A-  und  B-Produkte  bekannt  —  ist  die  Firma  Kustermann ­
  für  die  Münchener  Industrie  und  Bautätigkeit  von
größter  Bedeutung,  weil  sie  dadurch  imstande  ist,  die  größten,
namentlich  im  Baugewerbe  oft  plötzlich  auftretenden  Bestellungen ­
  voll  zu  befriedigen,  was  zugleich  von  der  großen  Leistungsfähigkeit ­
  zeugt.
Ehe  wir  einige  kleine,  aufblühende  Industriezweige  dieser
Branche  erwähnen,  wollen  wir  noch  einen  Großbetrieb  untersuchen, ­
  dessen  umfangreiche  Werkanlage  jeden  Besucher  des
Münchener  Industrieviertels  Obersendling  auffällt:  die  Motorenfabrik ­
  München-Sendling.  Die  Firma,  die  sich
ausschließlich  mit  der  Fabrikation  von  Betriebsmotoren  (Benzin,
            
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