Full text : München als Industriestadt

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sie  wurden  namentlich  von  den  Augsburger  und  Nürnberger
Werken  hergestellt.  Heute  stellt  sich  der  Bestand  an  Maschinen ­
  auf  45  Schnellpressen,  ungefähr  50  Prägebalanciers
und  20  Schneidemaschinen  neben  mehreren  kleineren  Hilfsmaschinen. ­
  Der  Antrieb  geschieht  durch  zwei  Dampfmaschinen,
deren  Abdampf  zur  Heizung  der  Arbeitsräume  dient.  Eine  an
diese  Kraftquelle  angeschlossene  Dynamomaschine  sorgt  für  die
elektrische  Beleuchtung  des  ganzen  Fabrikanwesens.  Zur  Anheizung ­
  des  Dampfkessels  wird  Österreicher  Steinkohle  verwendet. ­

Aus  den  vielen  größeren  und  kleinen  Betrieben  der
Kunst-  und  Buchdruckerei  im  Münchener  Stadtgebiet  greifen
wir  noch  eine  altehrwürdige  Firma  heraus,  die  uns  namentlich ­
  als  Verlagsunternehmen  bekannt  ist  und  uns  zu  der  bedeutenden ­
  Rolle  Münchens  als  „Verlegerstadt“  hinüberleitet,
die  Verlagsbuchhandlung  und  Buchdruckerei
R.  Oldenburg,  welche  im  Jahre  1858  gegründet  wurde.
Diese  Gründung  fiel  in  eine  Zeit,  in  der  einzelne  Zweige  der
Technik  zuerst  das  Bedürfnis  des  Sammelns  der  gewonnenen
Forschungsergebnisse  empfanden,  was  namentlich  auf  die  junge
aufstrebende  Gastechnik  zutraf.  Der  Begründer  der  Firma
schuf  das  heute  noch  blühende  und  in  hohem  Ansehen  stehende
„Journal  für  Gasbeleuchtung  und  Wasserversorgung“  und  damit
seinen  „Verlag“.  Die  Firma  wurde  bald  weiter  ausgebaut
und  der  Höhe  des  Großbetriebes  zugeführt.  Eine  eigene
Druckerei  wurde  Voraussetzung  für  die  Angliederung  des.  bayerischen ­
  Zentralschulbücherverlages.  Dieser,  anfangs  Staatsmonopol, ­
  wurde  für  die  Firma  die  Veranlassung  zur  Gründung
eines  selbständigen  Schulbücherverlags,  der 1  heute  nahezu  zweihundert ­
  Unternehmungen  umfaßt  und  seinen  Absatz  in  ganz
Deutschland  sucht  und  findet.  Eine  daraufhin  angegliederte
Groß-Buchbinderei  bildet  dann  mit  der  Buchdruckerei  und  einer
sehr  ausgedehnten  Stereotypie  qnd  Galvanoplastik  die  heute
in  glänzender  Weise  mit  etwa  450—500  Arbeitskräften  tätigen
„technischen  Betriebe“  der  Firma.  In  der  Buchbinderei  laufen ­
  heute  6  Falzmaschinen,  21  Heftmaschinen,  6  Beschneidemaschinen, ­
  4  Kaschiermaschinen,  12  Druck-  und  Prägepressen, ­
  7  Pappenbearbeitungsmaschinen,  je  eine  Deckenmach ­
            
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