Full text: Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels

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I0 x:17 y:9o z nicht durch die Kosten bestimmt sein kann 
_— wenigstens nicht im Sinne einer proportionalen Bewegung von 
Kosten und internationalem Preis. Zwar Jäßt sich die dritte Ware 
z — übrigens auch jede andere — als „Maßstab der relativen Pro- 
duktivität‘“ (v. Mangoldt) darstellen, indem man sie gleich I 
setzt, etwa: 
A ze a a eV: 
B ı Ze Re Yy- 
Man besitzt also zwar einen gemeinsamen Ausdruck für die 
an sich verschiedenen Produktivitätsverhältnisse der beiden Länder, 
aber damit keineswegs eine Parallelität von Kosten und inter- 
nationalem Preis oder sogar eine ursächliche Beziehung zwischen 
diesen. Wie dennoch die Kosten in einem bestimmten Sinne den 
Preis zu beeinflussen vermögen, haben wir oben schon kurz er- 
wähnt!). Edgeworth hat gerade diesen wichtigen Teil der Theorie 
der internationalen Werte, nämlich „that the values varies with 
but not in proportion to cost“ ausführlich behandelt ?). Wir kommen 
später bei Darstellung der Nutzentheorie, soweit es nötig ist, darauf 
zurück. 
Wir schließen damit unsere Voruntersuchungen über das 
Wesen der Theorie der internationalen Werte vorläufig ab. Es 
kommt für uns nur darauf an, das Prinzipielle scharf zu unter- 
streichen, so daß wir hier auch die verschiedenen Teilprobleme, 
z. B. wie Zoll und Transportkosten die Preisbildung variieren, über- 
sehen können. Da wir später ausführlicher darauf eingehen müssen, 
können wir auch das Beispiel mehrerer Länder, mit dem die wich- 
tige Frage der Preisbestimmtheit ihrer Lösung näher geführt wird, 
zurückstellen, zumal die Ausführungen Mills nur wenig Ein- 
blick in die Bedeutung dieser Annahme vermitteln. 
Fassen wir also erstmalig unser bisheriges Ergebnis zusammen. 
Unsere Absicht galt dem Nachweis einer Heteronomie in der klassi- 
schen Theorie, derzufolge die Theorie des internationalen Handels 
bzw. der internationalen Werte eine besondere selbständige Stellung 
einnehmen müßte. 
Wir stellten fest: 
1. Daß infolge der logischen Zwangsläufigkeit des Äqui- 
valenzgedankens die klassische Theorie ohne die Voraus- 
setzung einer freien Konkurrenz undenkbar sei. 
ı) Vgl. oben S. 26. 
2) Vgl. Edgeworth, a. a. O. S. 429 ff.
	        
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