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dingt nötigen Stickstoffdüngemittel gegenüber den von ihr früher ge
zahlten Preisen irgendwie verteuert werden. Die Berechnung der Pro
duktionskosten der neuen Anlagen ergibt vielmehr, daß die Landwirt
schaft auf die Dauer zu geringeren als den bisherigen Preisen mit
Stickstoff versorgt werden kann. Eine Sicherung der Rentabilität der
neuen Anlagen und damit die dauernde Erhaltung der Vorteile kann
nur dadurch gewährleistet werden, daß die Möglichkeit einer Einfüh
rung eines Stickstoffhandelsmonopols geschaffen wird. Bei der Not
wendigkeit eines schleunigen Vorgehens bietet sich fetzt nur der eine
Weg, daß dem Bundesrat durch ein Gesetz die Ermächtigung erteilt
wird, ein Handelsmonopol einzuführen. Die vom Bundesrat zu er
lassenden Vorschriften werden nur als ein Notgesetz anzusehen sein.
Über ein endgültiges Gesetz werden zu gegebener Zeit die beiden ge
setzgebenden Körperschaften des Reiches zu beschließen haben."
Die Sicherung un- Soweit der Gesetzentwurf. — Erwägen wir zu-
seres Stickstoffbe- nächst, ob das für ihn in den Vordergrund gestellte
darfs und ihre Not- Ziel, die „Erhaltung dieser in Kriegszeiten ge-
wendigkeit. schaffenen, für die Sicherung des Ernteergebnisses
der Landwirtschaft und des Rohstoffbedarfs der Sprengstoffherstellung
überaus wichtigen Stickstoffindustrie auch nach dem Kriege" als für
Deutschland erstrebenswert, ja, als notwendig anzusehen ist?
Die Antwort kann Wohl nur bejahend lauten. Denn mag der Krieg
noch so erfolgreich für unser Vaterland verlaufen, die Zeit ewigen Frie
dens wird ebensowenig hereinbrechen, wie etwa nach den Kriegen von
1813/15 und 1870/71. Im Gegenteil; je weniger unsere Feinde ihre
Hoffnungen erreicht haben, je härter sie nach Friedensschluß die selbst
verschuldeten Folgen des Krieges empfinden, je mehr das Dogma von der
Minderwertigkeit alles Deutschen aus der Auslandslügenpresse in breite
Volkskreise überging, um so leichter wird es dort gelingen, bei einer
anscheinend günstigen Gelegenheit den Versuch eines erneuten Waffen
ganges bei Regierung und Bevölkerung ratsam erscheinen zu lassen.
Zudem wird für unseren Gegner im Osten bis auf weiteres stets die
Zeit mit dem dort vorhandenen großen Geburtenüberschuß arbeiten.
Daß aber die Heeresverwaltung und die Sprengstoffindustrie besser
durch eine lebenskräftige Stickstoffindustrie für den Notfall gewappnet
fein werden und sein müssen, als durch etwa zu erhaltende große