Full text : Wie muß sich das Stickstoff-Monopol gestalten?

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Dazu  kommen  noch  in  Form  von  Peruguano,  Knochenmehl,  Blutmehl,
  Hornmehl  und  ähnlichen  stickstoffhaltigen  Handelsdüngeniitteln
nennenswerte  Stickstoffmengen  hinzu,  die  hier  aber  nicht  weiter  berücksichtigt ­
  seien.  Das  Ammoniaksuperphosphat  wird  erst  durch  Mischung
aus  schwefelsaurem  Ammoniak  und  Superphosphat  hergestellt,  sein
Stickstoffgehalt  ist  in  den  oben  für  schwefelsaures  Ammoniak  angeführten ­
  Werten  enthalten.
Die  Verminderung  Mit  Kriegsausbruch  fielen  nun  außer  ge>
des  zur  Verfügung  ringeren,  beim  Verbraucher  selbst  lagernden  Menstehenden ­
  Dünge-  gen  von  Chilesalpeter  zunächst  einmal  die  100  000
stickstoffs  durch  den  Tonnen  Chilesalpeterstickstoff  völlig  fort,  da  etwa
noch  vorrätige  Mengen  für  andere  Zwecke  eingezogen ­
  wurden  und  Zufuhren  wegen  der  Tätigkeit  der  englischen  Flotte
ausblieben.  Die  Gewinnung  von  schwefelsaurem  Ammoniak  sank
nach  der  Mobilmachung  auf  annähernd  die  Hälfte,  von  der  indessen
ganz  erhebliche  und  dauernd  steigende  Mengen  anderen  Zwecken  zugeführt ­
  werden  müssen,  so  daß  für  die  Landwirtschaft  jetzt  kaum  ein
Sechstel  der  ursprünglich  96  000  Tonnen  übrig  bleibt.  Die  ausländischen ­
  Zufuhren  von  Kalksalpeter  dürsten  sich  wenigstens  um  ein
Drittel  bis  die  Hälfte  verringert  haben,  soweit  sie  nicht  mit  der  Zeit
ganz  ausblieben.  Wie  weit  sie  landwirtschaftlichen  Zwecken  nutzbar  gemacht ­
  wurden,  ist  nicht  anzugeben.  Aus  blieb  auch  zumeist  der  sonst  eingeführte ­
  Kalkstickstoff,  von  dem  wir  nämlich  reichlich  ein  Drittel  des
Jahresbedarfs  aus  dem  Auslande  bezogen.  Somit  müßte  sich  jetzt
nach  Verbrauch  der  meisten  etwa  verfügbaren  Vorräte^)  die  noch  ver-3)
  Von  anderer  Seite  wird  der  Verbrauch  auch  als  geringer  angesehen.
Ob  die  gesamte  Menge  in  der  Landwirtschaft  als  Kalkstickstoff  angewandt  worden ­
  ist,  oder  ob  ein  Teil  vorher  auch  in  andere  Stickstofformen,  besonders
schwefelsaures  Ammoniak  umgewandelt  wurde,  ist  nicht  mit  Sicherheit  zu
sagen;  da  ferner  eine  nicht  anzugebende  Menge  Kalkstickstoff  mit  etwa  16"/«
Stickstoffgehalt  in  den  Handel  kam,  so  kann  auch  aus  diesem  Grunde  die
oben  genannte  Menge  einer  Herabsetzung  bedürfen.
4)  Auch  dieser  Wert  ist  nicht  als  durchaus  genau  anzusehen.  Alle  Angaben ­
  sind  in  Tonnen  gebundenen  Stickstoffs  gemacht,  da  ein  Vergleich  der
Gewichtsmengen  der  einzelnen  Düngemittel  an  sich  natürlich  ihrer  verschiedenen ­
  Prozentgehalte  halber  keine  gute  Überblicksmöglichkeit  gibt.
5)  Für  schwefelsaures  Ammoniak  z.  B.  waren  die  in  der  deutschen
Ammoniak-Verkaufsvereinigung  verbundenen  Werke  Ende  1913  bis  zu  ihrer
vollen  Lagerungsverpflichtung  mit  Vorräten  besetzt.
            
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