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bleibende Menge an Düngestickstoff für Deutschland zunächst noch stellen
auf jährlich:
16 000 Tonnen Stickstoff in Form von schwefelsaurem Ammoniak, und
11 000 „ Stickstoff in Form von Kalkstickstoff"), somit zusammen
27 000 Tonnen oder rund 12,6 "/„ des sonstigen Jahresverbrauches.
Daß hierdurch ein ganz außerordentlich bedenklicher Rückgang der
deutschen Ernten hätte herbeigeführt werden müssen, liegt auf der Hand.
Man hat mit einiger Berechtigung angenommen, daß durch eine Tonne
Düngestickstoff unter sonst günstigen Verhältnissen rund 20 Tonnen Ge
treidekörner mehr erzeugt werden können. Das gilt natürlich nicht für
die Verhältnisse der Landwirtschaft ini allgemeinen, wo die außer der
Stickstoffgabe erforderlichen günstigen Bedingungen sich häufig nur zum
Teil, bei ungünstiger Witterung aber auch gar nicht herstellen lassen.
Immerhin mag man aus der Zahl entnehmen, was es für die Ver
sorgung unseres Vaterlandes mit Brotgetreide, mit Kartoffeln, für die
sich der Gewinn für die Tonne Düngestickstoff auf 200 Tonnen stellen
kann, und mit Zuckerrüben u. dgl. bedeuten würde, wenn nur der achte
Teil des sonst verwendeten Düngestickstoffs aus Handelsdüngemitteln
verfügbar wäre.
DiedeutscheLuftstick- Die Staatsregierung hat denn auch in weiser
stoffgewinnung und Voraussicht den Warnungen der beteiligten Kreise
ihre Ausdehnung Gehör geschenkt und dahin gewirkt, daß nach Ver-
dnrch den Krieg, brauch frer Vorräte und Eintritt des vollen Bedarfs
für anderweitige Zwecke neue Stickstoffmengen in Form von Dünge
mitteln in den Verkehr kommen können, die aus dem großen, uner
schöpflichen Stickstoffvorrat der Luft mit Hilfe unserer chemischen In
dustrie gewonnen worden sind.
Gerade zur rechten Zeit nämlich ist die Gewinnung von gebun
denen! Stickstoff für Düngezwecke aus der Luft von der Zeit größerer
Versuche in die Zeit der Durchführung im Großbetriebe getreten. Es
niuß hier genügen, daran zu erinnern, daß wesentlich drei Verfahren
für die Gewinnung von Düngestickstoff aus Luft heute in Betracht
kommen: Die Verbrennung der Luft durch den elektrischen Strom nach
6) In Wirklichkeit weniger Kalkstickstoff und mehr schwefelsaures Am
moniak, da auch der Kalkstickstoff von anderen Industrien herangezogen wurde
und so das schwefelsaure Ammoniak entlastete.