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keilen und Arbeitermangel der Nachfrage nicht folgen konnten,
andererseits die polnische Steinkohle zu Jndustriezwecken z. T.
nicht verwendbar ist. Die oberschlesische Industrie hatte sich auf
einen lebhaften Absatz nach Rußland, worauf sie schon durch ihre
natürliche Lage angewiesen ist, durch Erweiterung ihrer Betriebsanlagen
eingerichtet, vor allem feste Beziehungen zu dem
russischen Markt angeknüpft, als sich Rußland mit Hochschutzzollmauern
abschloßt). Um den russischen Markt nicht zu verlieren,
für den auch nicht Ersatz zu schassen war, gründeten die
oberschlesischen Eisenhüttenwerke in Polen hart an der preußischen
Grenze Filialen, die zunächst das oberschlesische Roheisen
zu Stahl weiter verarbeiten sollten. Diese Filialwerke waren^).
1) Röhrenwalzwerk Huldschinsky & Sohn in Selce bei Sosnowice
1881 von den Huldschinsky-Werken in Gleiwitz
(in der Oberschles. Eisenbahnbedarss-A.-G. ausgegangen),
2) Alexanderwerk in Milowice bei Sosnowice 1882 von der
Oberschles. Eisenbahnbedarfs-A.-G.,
3) Katharinenhütte in Selce 1881 von der Vereinigten Königs-
und Laurahütte A.-G.,
4) Eisenhütte Puschkin in Selce 1882 vom Grafen Henckel
von Donnersmarck, ___
5) W. Fitzner & K. Gamper in Selce 1880 von der Firma
W. Fitzner,Laurahütte.
Durch die fortgesetzten Zollerhöhungen verschlechterte sich
die Lage dieser Filialwerke, umsomehr als die russische Regierung
sie noch besonders bekämpfte^). 1885 befahl das
Finanzministerium, die russisches Roheisen verarbeitende Industrie
„gegen die Konkurrenz von Unternehmungen ausländischen
Charakters zu schützen, die in den Grenzdistrikten ausländisches
Gußeisen mit ausländischem Brennstoff und ausländischen
Arbeitern verarbeitetst)". Dies führte zu scharfem
1) W. Loltz I I, S. 64 f.
2) Seil 1897 sind diese Werke in A.-G. umgewandelt, da der
Besitz von Grund und Boden durch Ausländer seither verboten ist.
s. a. C. Moritz, S. 32 ff.
3) V. Wittschewsky, S. 124, 239 f.
4) Auch der Kohlen- und Kokszoll wurde erhöht, 1882 von
0,65 Jt aus 1,25 M, 1884 auf 2,50 M, 1887 aus 3,75 M. pro Tonne.