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Bei gleicher Qualität kostete 1903 die To. ErzeH:
1) fob Narvik:
Gewinnung 1.70-2.03 Kr.
Bahntransp. 3.77 ,
Verladung 0.25 „
Insgesamt 6.05 Kr.
2) fob Lulea:
Gewinnung
Bahntransp.
Verladung
Insgesamt
2.47 Kr.
2.75 „
0.40 „
5.62 Kr.
Dieser Preisvorsprung des Gellivaara-Erzes in Lulea vordem
Kiiruna-Erz in Narvik in Höhe von 0,43 Kr, pro To. ist
durch die bedeutend höheren Eisenbahntransportkosten Kiiruna-Narvik
entstanden, die die teuren Gewinnungs- und Verladekosten
des Gellivaara-Erzes wieder ausgleichen. 1908 hat sich
die Differenz noch um den vom norwegischen Staat geschaffenen
Eisenerzausfuhrzoll von 0,25 Kr. pro Reg.-To., also
0,04—0,05 Kr. pro To. auf 0,47—0,48 Kr. erhöht^). Für die
Ausfuhr von Lulea ist Oberschlesien am günstigsten gelegen,
da der Seeweg Lulea-Stettin bedeutend kürzer ist als der entsprechende
nach Rotterdain oder Emden, den Häfen der rheinischwestfälischen
Eisenindustrie, und England, wobei die Schiffe
noch die beträchtlichen Gebühren des Kaiser-Wilhelm-Kanals
tragen müssen. Andererseits ist zu berücksichtigen, daß Lulea
nur zirka 5 Monate im Jahr eisfrei ist, also die Erzverladungen
lediglich während dieser kurzen Zeit vorgenommen werden
können, was dem geregelten Hochofenbetrieb gerade zuwidergeht.
Die gefaulte Winterförderung Gellivaaras muß
daher aufgestapelt und dann im Sommer durch Bagger ins
Schiff verladen werden. Dadurch werden die Verladekosten
erbeblich vermehrt (0,40 Kr. pro To. gegeli 0,25 Kr. in Narvik)
und die Qualität des Erzes durch Zerstäubung ungünstig beeinflußt.
Dies alles bewirkt, daß die Zufuhr über Lulea trotz
des Preisvorsprunges vor Narvik viel zu wünschen übrig läßt,
vor allem Oberschlesien seines Vorteils der geringeren Entfernung
verlustig wird. In Bezug auf den das ganze Jahr
hindurch eisfreien norwegischen Hafen Narvik ist aber Stettin
weit ungünstiger als vergleichsweise Rotterdam, Emden oder
Middlesbrough gelegen, so daß die oberschlesische Eisenindustrie
1) teeu 1907 liegen Staatsabgaben auf dem Kiirunaerz
0,40 Kr., dem Gellivaaraerz 0,25 Kr. pro Tonne.
2) 1 Schiffsregister-To. faßt ca. 6 Tonnen Eisenerz.