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Wegische Atlantikhafen Narvik in Frage. Wie wir aus den
Zahlen ersehen, geht der überwiegende Teil der Erze nach dem
Deutschen Reich, nach Rheinland-Westfalen und Oberschlesten.
Die nordschwedischen Erzvorkommen sind seit Mitte des
18. Jahrhunderts bekannt. An ihre Gewinnung, zunächst an
die der Gellivaara-Erze ging aber erst in den 1860er Jahren
eine englische Gesellschaft^). die zur Erschließung der Lager
die Eisenbahn Gellivaara-Lulea baute. 1889 aber in Konkurs
geriet, worauf der schwedische Staat die Bahn übernahm und
die Erzfelder in den Besitz der oben genannten schwedischen Gesells^"^
übergingen.
Die Ausbeutung der Lagerstätten von Luossavaara-Kiirunavaara
nahm die 1890 gegründete Luossavaara-Kiirunavaara
Aktiebolaget. Ende 1902 nach Vollendung der Ofotenbahn Lulea-Gellivaara-Narvik
auff). Da Lulea nur etwa 5 Monate eisfrei
ist. die Strecke Gellivaara-Lulea auch schon durch die Gellivaara-Erze
bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit in Anspruch
genommen war. und überdies Kiiruna fast halb so weit vom
Atlantischen Ozean wie von Lulea liegt, war die Verbindung
Kiirunas mit Narvik durchaus notwendig, obgleich sich die Baukosten
infolge der großen Terrainschwierigkeiten außerordentlich
hoch stellten. Diese Eisenbahn verschob die Wettbewerbsverhältnisse
Oberschlesiens und der anderen, an den schwedischen Erzen
interessierten Eisenindustrien, besonders Rheinland-Westfalens
und Englands.
1) Hecker, S. 66, 75. Th. Sehmer, S. 71.
2) Die Bahn wurde vom schweb, und norweg. Staat unter
der Verpflichtung der Gesellschaft gebaut, daß die Betriebskosten
ersetzt, Garantiesummen geleistet und die Immob.-Hypotheken
übernommen werden. Außerdem hat die Gesellschaft das Anlagekapital
von 13 Millionen Kr. (32 Mill. für die 230 km lange
schwedische, 11 Mill. für die 40 km betragende norwegische Strecke)
inkl. 5 Mill. Kr. für das rollende Material mit 3,8 Proz. zu verzinsen,
wofür die jährliche Beförderung von 1,2 Mill. Tonnen Erz
zugesichert ist. Also entfallen pro Tonne Erz an Zinsen 1,52 Kr.
und an lausenden Betriebs- und Unterhaltungskosten ca. 2,25 Kr.,
im ganzen an Transportkosten Kiiruna-Narvik 3,77 Kr. (Hecker,
S. 75 fs.