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die Union Schwedens mit dem Deutschen Reich erhebliche Hindernisse
bedeuten. Der Abschluß der Union, in welcher Form
sie auch erfolgen mag, löst die bange Frage der schwedischen
Eisenerze fiir das deutsche Eisenhüttengewerbe. Die ungeheuren
Eisenerzschätze Lapplands werden dann die stcherstc Grundlage
für die deutschen, insbesondere aber für die oberschlesischen
Hochofen auf unabsehbare Zeiten bilden.
Die schwedischen Eisenerze sind also die natürliche Grundlage
der oberschlesischen Hochöfen. Nach Ausbau der Oder-Klodnitzstraße,
denn nur diese kommt für den Transport solcher
Gewichtsmaterialien wie Erze in Betracht, ist es jedoch wahrscheinlich,
daß auch die übrigen großen Erzmärkte der Erde wie
für die rheinisch-westfälische Eisenindustrie so für die oberschlesische
Bedeutung erlangen werden.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß die Materialgrundlagen
des oberschlesischen Steinkohlenbergbaues geradezu glänzend
sind, günstiger als sonstwo in der Welt, während die
Eisen- und Stahlproduktion nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen
entwicklungsmähig ist.
Eine bewundernswerte Leistung hat die oberschlesische
Industrie mit der Erziehung der polnischen Bevölkerung aus
äußerst niedriger Kulturstufe zu einer geschickten Arbeiterschaft
vollbracht.
Der oberschlesischc Industriearbeiter steht seinem westdeutschen
Berufsgenossen zwar immer noch geistig nach, was
sich besonders in seiner unzweckmäßigen Lebensweise ausdrückte,
die lange Zeit der Industrie wie der Regierung schwere Sorgen
bereitetes. Vor allem schränkte seine Hinneigung zu starkein
1890 in Konkurs geriet mit ca. 8 Mill. Kr. Verlust. (Hecker.)
Seit 1908 sind die Ver. Staaten von Nordamerika wieder als
Käufer der schwedischen Eisenerze in größerem Umfange hervorgetreten.
Langfristige Lieferungsverträge, die die deutschen
Hütten mit den schwedischen Erzproduzenten abgeschlossen haben,
machten bisher diese Konkurrenz nicht fühlbar. (Persönliche
Mitteilungen.)
1) H. Solger, R. Holtze, Kuhna.