Object: Die Kaufkraft des Geldes

Einfluß der Depositenumlaufsmittel auf die Gleichung usw. 
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meinen den Zahlungsanspruch eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner. 
Dem Scheckverkehr unterworfene Bankdepositen sind Ansprüche der Bank 
gläubiger gegen die Bank, kraft deren sie vermittelst Scheck spezifizierte 
Geldsummen von der Bank auf Verlangen ziehen können. Da wir nur diese 
und keine andere Art der Bankdepositen erörtern werden, so sind unter 
„Bankdepositen“ stets „dem Scheckverkehr unterworfene Bankdepositen“ 
zu verstehen. Sie werden auch „Zirkulationskredit“ genannt. Bankschecks 
sind, wie wir gesehen haben, nur Anweisungen, die zur Ziehung, d. h. zur 
Übertragung von Bankdepositen berechtigen. Die Schecks selbst sind keine 
Zahlungsmittel; die durch sie repräsentierten Bankdepositen hingegen sind die 
Zahlungsmittel. 
Aus dieser Übertragung von Bankdepositen ist das sogenannte „Ge 
heimnis des Bankwesens“, der „Zirkulationskredit“ entstanden. Viele Per 
sonen, einschließlich einzelner Nationalökonomen, haben angenommen, daß 
der Kredit eine spezielle Form des Reichtums sei, der von einer Bank sozu 
sagen aus Nichts geschaffen werden kann. Andere behaupten, daß der 
Kredit in dem wirklichen Reichtum überhaupt keine Grundlage besitze 
sondern nur eine Art fiktiver und aufgeblähter Seifenblase von prekärer', 
wenn nicht gar völlig unberechtigter Existenz sei. Tatsächlich kann man 
das Wesen der Bankdepositen ebensogut verstehen wie das der Banknoten 
und was in diesem Kapitel über Bankdepositen gesagt wird, kann im wesent 
lichen auch auf Banknoten angewendet werden. Der Hauptunterschied 
ist ein formeller: während die Noten von Hand zu Hand umlaufen, zirku 
lieren die Depositenumlaufsmittel nur vermittelst spezieller Anweisungen 
der sogenannten „Schecks“. 
Um die wahre Natur der Bankdepositen zu erkennen, wollen wir uns 
eine hypothetische Institution vorstellen, und zwar wählen wir eine primitive 
Bank, die hauptsächlich nur der Depositen und der sicheren Verwahrung 
wirklichen Geldes wegen bestehe. Die ursprüngliche Bank in Amsterdam 
glich einigermaßen derjenigen, die wir uns nun vorstellen. In dieser Bank 
werden von einer Anzahl von Personen $ 100,000 in Gold niedergelegt, wo 
gegen jede Person eine Bestätigung für den Betrag ihres Depositums in Emp 
fang nimmt. Wenn diese Bank eine „Kapitalabrechnung“ oder einen 
Status herausgäbe, so würde diese Abrechnung $ 100,000 in ihren Kellern 
und $ 100,000 als den Deponenten schuldigen Be\trag aufweisen, und zwar 
wie folgt: 
Aktiva Passiva 
Gold $ 100,000 Schuld an Deponenten $100 000 
Die rechte Seite der Aufstellung besteht natürlich aus kleineren, den
	        
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