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Die Verstaatlichung der Bergwerke.
1888 zwischen 5,82 und 6,64 Mark bewegten, dann aber
1889 auf 9,29 und 1890 gar auf 12,36 Mark stiegen. In der
ersten Hälfte des vorigen Jahres hielten sie sich zwischen
12 und 15 Mark, in der zweiten dagegen gingen sie auf
9—12 Mark herunter. Die Kokespreise stiegen von 7,83
im Jahre 1887 auf 9,16 Mark im Jahre 1888, 15,72 im Jahre
1889 und 19,74 Mark im Jahre 1890 und standen bei Er
stattung des .Berichts auf 13 Mark. Das westfalische Kokes-
syndikat hat im ersten Quartal v. J. nach Belgien, Luxem
burg, Lothringen und Frankreich 29 Prozent, im vierten
Quartal v. J. dagegen 42,67 Prozent, im Jahresdurchschnitt
36 Prozent, nach dem Zollausland allein 10,88 Prozent der
gesamten Produktion an Hochofenkokes abgesetzt und die
Vermehrung dieses Absatzes damit begründet, daß der Ab
satz nach dem Siegerlande und nach Nassau pro Quartal
um etwa 50000 t nachgelassen habe. Allein nach Ostfrank-
reich hat sich aber der Absatz des Kokessyndikats um viel
mehr, in den beiden letzten Quartalen 1890 allein um 229 0U01
vermehrt. „Dieser Absatz“, sagt die Siegener Kammer,
„wurde nur erreicht durch großartige Konzession im Preise.
Um die zu diesen niedrigeren Preisen an das Ausland
liefernden Werke schadlos zu halten, wurde von der Ver
einigung allein im dritten Quartal eine Summe von 147 420
Mark ausgegeben, also zugunsten der ausländischen Werke
.verschenkt.“
Noch schlimmer stellt sich dies Verhältnis im vierten
Quartal 1890 und im ersten Quartal des Jahres 1891. Während
die inländischen Werke 13—14 Mark pro Tonne Kokes zahlen
müssen, gestattet das Syndikat die Preise ins Ausland noch
unter 11,50 Mark zu setzen, denn es hat seinen Mitgliedern
gegenüber die Verpflichtung übernommen, sie beim Absatz
ins Ausland (Frankreich) für die Differenz zwischen dem
Verkaufspreis und diesem Satze von 11,50 Mark schadlos
zu halten.