Full text : Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Hunderts  für  die  Entwicklung  des  Württembergischen  Salinenwesens  von  der
größten  Bedeutung  erwies.
Der  Salzhandel  Württembergs  mit  der  Schweiz  mar  in  den  ersten  Jahrzehnten ­
  des  vorigen  Jahrhunderts  von  der  weitgehendsten  wirtschaftlichen  Bedeutung. ­
  In  der  Zeit  von  1839  bis  1849,  also  in  einem  Jahrzehnt,  hatten  die
Württembergischen  Salinen  und  Salzbergwerke  an  die  Schweiz  durchschnittlich  im
Jahr  210000  Zentner  Kochsalz  zur  Ablieferung  gebracht,  eine  recht  erhebliche
Menge.  Allerdings  hatte  sich  um  diese  Zeit  das  finanzielle  Ergebnis  des  schweizerischen ­
  Salzhandels  für  Württemberg  gegenüber  früheren  Zeiten  erheblich  verschlechtert. ­
  Schuld  an  dieser  Tatsache  war  einmal  die  Konkurrenz  der  französischen ­
  Salinen,  anderseits  auch  die  der  Schweizersalinen  selbst,  welche  sich  um
diese  Zeit  zu  entwickeln  begannen.  Bei  Beginn  des  vertragsmäßigen  Salzhandels
mit  der  Schweiz  im  Jahre  1824  erzielte  Württemberg  2,05  fl.  für  den  Zentner
Salz  frei  Lagerstätte;  im  Jahre  1847/48  war  jedoch  der  Salzpreis  im  Durchschnitt ­
  auf  1,39  fl.  gesunken.  Diesen  Preisfall  hatte  Württemberg  allerdings
insofern  mitverschuldet,  als  für  die  überaus  starke  Salzproduktion  der  württembergischen
  Salinen  und  Salzbergwerke  sozusagen  um  jeden  Preis  ein  Absatz  geschaffen ­
  werden  mußte,  sollte  nicht  eine  kritisch  werdende  lleberproduktion  eintreten.
In  welchem  Umfange  der  Salzhandel  Württembergs  mit  der  Schweiz  vor  sich
ging,  veranschaulicht  nachstehende  Uebersicht  x ):

Salz-Verkauf  der  K.  wiirtt.  Salinen  nach  der  Schweiz.

Rechnungsjahr.

Säcke.

Fässer.

Verkaufswert.

1823—24

1  781

ft-  '
22  232,36

1824—25

—

11  751

172  807,36

1825—26

20  882

308  135,38

18.26—27

—

20  453

294  686,11

1827—28

—

19  307

272  539,19

1828—29

—

19  950

281  806,45

1829—30

—

22  364

808  168,32

1830-31

—

23  356

326  495,05

1831—32

—

26  515

377  877,47

1832—33

—

23  561

327  057,59

1833—34

/

25  391

354  388,40

1834—35

—

24  287

384  281,36

1835—36

—

29  045

402  660,24

1836—37

—

35  586

489  076,10

1837-38

—

31  297

421315,38

1838—39

'

33  282

449  345,15

1839—40

—

30  944

419  420,55

1840—41

82  226

429  771,52

1841-42

—

32  146

432  009,43

1842-43

—

28  857

377  451,53

1843-44

—

29  018

353  622,36

1844-45

—

29  103

351  295,46

1845—46

—

30  710

360  838,00

1846—47

—

33  157

383  218,18

1847—48

1060

30  727

359  641,25

1)  Verhandlungen  d.  württ.  Kammer  d.  Abgeord.,  Jahr  1849.  II.  Beilag.  Band
E.  181.
            
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