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III. Herkunft des in Württemberg verbrauchten Talzes').
a) Zu Speisezwecken
b) Zu anderen Zwecken.
J-»
sG
G
Der Salzbezug betrug aus:
cvr
£
§
Würt
tem
berg.
Provinz
Sachsen.
Hohen-
zollern.
sonstigen
preußischen
Provinzen.
Bayern.
Baden.
Elsaß-
Loth
ringen.
anderen
deutschen
Bundes
staaten.
dem
Aus
land.
1900
dz
dz
dz
dz
dz
dz
dz
dz
dz
a.
187 047
1 600
6512
6
400
—
2397
502
—
b.
112 750
1663
6562
—
—
—
225
383
—
1901
a.
142 214
2 390
5559
11
200
—
1000
1
2
b.
114 302
2 509
5000
—
—
—
—
135
—
1902
a.
145 445
2 624
5286
203
2550
—
874
—
—
b
121 368
5 260
4793
100
149
—
—
734
—
1908
a.
146 563
2 935
4983
149
4605
1220
203
b.
151 551
6 756
4197
225
194
—
10
1030
—
1904
a.
142 286
2 680
4528
379
3930
—
1165
181
51
b.
261 993
8 356
4165
520
269
—
100
1831
,
1905
a.
150 877
2 577
4465
299
3495
—
1162
350
49
b.
238 462
12 934
3501
1440
204
—
936
1867
—
1906
a.
152 380
2 795
4683
400
2858
875
405
49
b.
233 870
12 734
3706
3 846
241
—
282
1077
—
1907
a.
158 192
3 035
4852
448
2730
—
835
387
5
b.
199 031
10 085
3677
8 251
269
—
573
1259
—
1908
a.
154 731
3 911
4512
472
3270
—
710
500
53
b.
200 757
4 861
3395
14 440
328
—
255
773
—
rührt daher, daß von der hier liegenden Kgl. preuß. Saline Stetten die benach
barten Grenzgebiete Württembergs mit Salz versorgt werden. Aehnlich war
die Sachlage mit Baden bis zum Jahre 1891, wo es sich um die badische Sa
line Rappenau handelte. Die gegenwärtigen Salzlieferungen Bayerns und
Elsaß-Lothringens nach Württemberg dürften vermutlich kartellmäßige Abmach
ungen zur Ursache haben. Zum Schluß lassen wir noch eine Uebersicht IV
folgen, welche uns Salzproduktion und -verbrauch auf den Kopf der Bevölke
rung in Württemberg angibt:
(S. die Tabelle auf S. 61.)
Für das letzte Jahrzehnt weist der Salzverbrauch pro Kopf der Bevölke
rung im Deutschen Reich gegenüber dem entsprechenden Salzverbrauch in Würt
temberg einen teilweifen höheren Anteil auf. Diese Erscheinung dürfte ihre
Hauptursache in dem stark industriell entwickelten Preußen haben, da mit zu
nehmender industrieller Entwicklung auch der gewerbliche Salzverbrauch zu steigen
pflegt. Der Verbrauch von Salz zu menschlichen Genußzwecken ist ja an natür-
1) Statistisches Handbuch für das Königreich Württemberg 1906/07. Seite 74.
1908/09. Seite 177. Württembergische Jahrbücher 1900. Teil III. Seite 121.