Full text : Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Zalz-Produktion  und  salz-Verbrauch  auf  den  Kopf  der  mittleren  Bevölkerung  p.

Jahr.

Mittlere  Bevölkerung
in  Württemberg.

Salz-Produktion
pro  Kopf.

Salz-Verbrauch
pro  Kopf.

1887

2  014  800

kg
89,5
95,3

kg
14,4

1888

2  024  500

13,0

1889

2  030  800

101,8
95,8

12,0

1890

2  035  500

12,4

1891

2  042  500

108,5

15,8

1892

2  049  600

109,9

12,0

1893

2  055  400

106,3

11,9

1894

2  063  400

104,7

11,9

1895

2  075  900

113,0

11,8

1896

2  092  700

121,2

12,0

1897

2110  000

128,3

12,1

1898

2126  900

128,0

11,8

1899

2  146  100

129,2

12,7

1900

2  163  700

129,0

12,5

1901

2  184  600

137,3

12,5

1902

2  212  300

142,3

13,1

1903

2  239  000

146,9

14,5

1904

2  265  200

156,2

19,1

1905

2  291  500

166,9

18,4

1906

2  318  800

148,8

18,1

liche  Grenzen  gebunden.  So  hängt  die  Entwicklung  der  Salzindustrie  eines
Landes,  und  das  gilt  auch  für  Württemberg,  von  der  Ausdehnung  von  Industrie
und  Gewerbe  ab,  da  beide  den  Salzverbrauch  eines  Landes  in  entscheidender
Weise  beeinflussen.

5.  Kapitel.
Air  Kal?  Besteuerung.
Die  Geschichte  der  Salzsteuer  setzt  in  Württemberg  verhältnismäßig  spät
ein.  Als  eine  der  Ursachen  dieser  Erscheinung  dürfte  zweifellos  der  damals
hohe  Salzpreis  und  der  hiermit  verbundene  geringe  Salzgebrauch  anzusprechen
sein.  Als  erstes  historisches  Dokument  in  der  Württembergischen  Salzbesteuerung
tritt  uns  das  „Landschaftliche  Ausschreiben"  vom  5.  August  1629  entgegen,
welches  vom  „Verordneten  großen  Ausschuß  gemeiner  Prälaten  und  der  Landschaft ­
  in  Württemberg"  erlassen  worden  war.  Dieses  „Landschaftliche  Ausschreiben" ­
  ordnete  jedoch  nur  die  Besteuerung  der  Salzhändler  an;  in  welcher
Form  und  Hohe  diese  Besteurung  erfolgen  sollte,  wird  nicht  gesagt.  In  der
weiteren  geschichtlichen  Entwicklung  der  Salzbesteurung  in  Württemberg  ist  dann
die  „Erste  Accise-Ordnung  vom  Jahre  1638"  zu  erwähnen,  welche  durch  den
Herzog  Eberhard  von  Württemberg  nach  dem  Landtagsschluß  vom  15.  November
1638  erlassen  wurde.  In  dieser  „Accise-Ordnung"  heißt  es  wörtlich  im  Abschnitt ­
  10 1  2 ):
1)  Statistisches  Handbuch  für  das  Königreich  Württemberg.  Jahrgang  1906/07
Seite  160.
2)  Reyscher,  Sammlung  der  württ.  Gesetze.  Tübingen  1839.  Bd.  XVIII.  S.  130.
Desgleichen  Bd.  XVII.  S.  165.
            
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