1. Die treibenden Kräfte.
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arbeitenden, unter diesen Bedingungen aber in kleinstem Maßstabe
errichteten Ölmühlen heute ungefähr das 14—17fache der
unter gleichen Voraussetzungen vor etwa 40—50 Jahren erbauten
Ölmühlen.
Mit der eben geschilderten durch die Steigerung der Produktivität
der Einzelpressen, wie auch der Mindestzahl der zu
einem rationellen Betriebe nötigen Pressen hervorgerufenen Vergrößerung
der Gesamtbetriebe ist jedoch die volkswirtschaftliche
Bedeutung der Vervollkommnung der Pressenanlagen keineswegs
erschöpft; wir müssen uns vielmehr jetzt noch mit der
durch diese Verbesserungen erzielten Herabminderung der Produktionskosten
und ihren Folgen beschäftigen.
Auch wenn mir eingehendere Angaben zur Verfügung gestanden
hätten, wäre es nicht möglich gewesen, genaue zahlenmäßige
Belege für die Herabminderung der Produktionskosten
in den letzten 40 Jahren zu bringen, denn die Grundlagen sind
für einen Vergleich infolge der veränderten Löhne, Kohlenpreise!
usw. zu ungleich. Immerhin aber kann man die Verbilligung der
Produktionskosten auch so wahrnehmen, wenn man nämlich
die Steigerung der Produktivität der menschlichen Arbeitskraft
bei gleichbleibenden oder doch in geringerem Maße wachsenden
sonstigen Betriebskosten nachweist.
Den Hauptprozentsatz der eigentlichen Betriebskosten (also
ohne Kapitalzinsen und Abschreibungen) machte und machen
auch heute noch in jeder Ölmühle die Aufwendungen für die
Arbeitslöhne aus. Leider ist es mir nicht möglich, dies zahlenmäßig
aus der Zeit vor 1870 zu beweisen, aber aus dem Jahre
1900 steht mir auf Grund persönlicher Erkundigung genaues
Material zur Verfügung, aus dem hervorgeht, daß in diesem
Jahre in einer der größten deutschen Ölfabriken, in welcher
nach Möglichkeit alle menschliche Arbeit durch maschinelle ersetzt
ist, die Aufwendungen für Arbeitslöhne (ohne die Gehälter
der Beamten und des Kontorpersonals) immer noch 47,3% der
gesamten Betriebs- und Handlungsunkosten einschließlich Gehälter
(aber ohne Berücksichtigung von Kapitalzinsen und Abschreibungen)
ausmachten. Betrugen also noch 1900, wo der
Ersatz menschlicher Arbeit durch maschinelle, wie wir ja zuvor
gesehen haben, bereits außerordentlich weit vorgeschritten war,
die Arbeitslöhne annähernd 50% der eigentlichen Betriebskosten,
so wird dieser Prozentsatz vor Einführung der ver