Full text : Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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der  Größe  des  Probestückes  verschieden  ausfällt.  Trotz
dieser  mannigfachen  Bestrebungen  nach  Vereinheitlichung
der  Namengebung  ist  auch  heute  der  Begriff  Stahl  in  der
Praxis  noch  schwankend,  und  die  Wahl  der  Bezeichnung
ist  mehr  oder  weniger  der  Willkür  anheimgegeben.  Ganz
allgemein  spricht  man  bei  uns  von  „Stahlwerken“  —  und
nie  von  „Flußeisenwerke“  —,  selbst  dann  wenn  die  betreffenden ­
  Werke  ausschließlich  Flußeisen  mit  einer  unter
50  kg/qmm  Festigkeit  darstellen  und  im  Betriebe  spricht
man  von  „Stahlblöcken"  unbekümmert  darum,  ob  das
Material  wirklich  50  kg/qmm  Festigkeit  besitzt  oder  nicht,
gerade  so  gut  wie  die  Engländer  und  Franzosen  auch
heute  noch  einfach  steel  bezw.  acier  sagen,  gleichviel  ob
es  sich  um  ein  weiches  oder  hartes  Erzeugnis  handelt.
Berücksichtigt  man  noch  die  Art  der  Gewinnung  und
den  Zustand  in  dem  sich  das  schmiedbare  Eisen  am  Ende
des  Herstellungsverfahrens  befindet,  so  ergeben  sich  folgende ­
  Unterabteilungen:  Schweißstahl  und  Flußstahl,  bezw,
Schweißeisen  und  Flußeisen,
I,  Roheisen

nicht  schmiedbar,  spröde,  beim  Erhitzen  plötzlich  schmelzend, ­
  Gehalt  an  Kohlenstoff  mindestens  2  °/ 0 ,

1,  Weißes  Roheisen,
Der  Kohlenstoff  ist  chemich
  gebunden.  Farbe  der
Bruchfläche  weiß.  Härter
und  spröder  als  graues
Roheisen,

2,  Graues  Roheisen,
Ein  Teil  des  Kohlenstoffs
wird  beim  Erkalten  graphitisch ­
  ausgeschieden.  Farbe
der  Bruchfläche  grau.

II.  Schmiedbares  Eisen.

Schmiedbar  und  in  gewöhnlicher  Temperatur  weniger
            
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