Full text : Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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wurden,  in  welchen  die  Erzeugung  von  Flußeisen  durch
Umschmelzen  von  Schrott  und  wenig  Roheisen  stattfand.
Der  prozentuale  Anteil  des  Martinstahles  betrug  1890
in  England  etwa  51  %  der  Gesamtflußeisendarstellung  und
zeigte  in  den  nächsten  5  Jahren  nur  wenig  Veränderung.
Erst  vom  Jahre  1895  ab  nimmt  der  Prozentsatz  an  Martinstahl ­
  beträchtlich  zu,  bis  er  schließlich  1907  auf  71  °/o
anlangt.  Die  Entwicklung  der  Rohstahlerzeugung  in  England ­
  vom  Jahre  1900—-1910  zeigt  folgende  Tabelle.

Rohstahlerzeugung  Großbritanniens.

Saures  Verfahren
Martin  Bessemer

Basisches  Verfahren
Martin  ]  Bessemer

1900

2  908  367

1  273  967

298180

498  857

1901

2  993  760

1133841

359  795

498  112

1902

2  719  332

1175  695

413  288

679  296

1903

2  655  086

1336  986

518  982

602  592

1904

2  624  615

1147  292

672  687

662  746

1905

3091519

1418573

807  961

587  224

1906

3  432  750

1328063

1195  065

609792

1907

3438  937

1300800

1299  168

588  207

1908

2  620  102

920970

1258  075

581  226

1909

2  807  208

1  128  776

1407  660

631952

1910

2  695  000

1157  000

1604000

651000

Obgleich  England  etwas  weniger  wie  die  Hälfte  Martinflußeisen ­
  als  die  Vereinigten  Staaten  und  wenig  mehr  wie
Deutschland  erzeugt,  so  hat  doch  der  Martinprozeß  in
diesem  Lande  die  relativ  größte  Verbreitung  gefunden  und
die  englische  Eisenindustrie  hat  das  größte  Interesse  daran,
daß  für  die  verschiedenen  Verwendungszwecke  dem  Martineisen ­
  der  Vorzug  gegeben  wird.
            
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