Full text : Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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Die  große  Bedeutung  des  Siemens-Martin-Verfahrens
liegt  in  der  Hauptsache  darin,  daß  es  auf  verhältnismäßig
billige  und  einfache  Weise  ermöglicht,  alles  Eisen  nach
einer  gewissen  Gebrauchsdauer  der  Wirtschaft  wieder  zuzuführen. ­
  Es  konnte  natürlich  erst  dann  größere  Verbreitung ­
  finden,  nachdem  genügend  Alteisen  und  Schrott  zur
Verfügung  stand.
Dieser  Schrott  erscheint  nun  auf  dem  Markte  in  verschiedener ­
  Form  und  Art,  und  man  kann  sich  vom  Schrottmarkte ­
  nur  dann  ein  richtiges  Bild  machen,  wenn  man  sich
vor  Augen  hält,  daß  es  sechs  verschiedene  Arten  von
Schrott  gibt,  welche  statistisch  verschieden  behandelt  sein
wollen.
1.,  Schweißeisenaltschrott.  Derselbe  wird  noch  heute  in
gewissem  Umfange  in  jeder  Dorfschmiede  zu  neuen
Eisenerzeugnissen  umgearbeitet.
2.,  Schweißeisenneuschrott.  Abfälle  dei  der  Schweißeisenerzeugung. ­
  Dieselben  werden  fast  ausnahmslos
in  dem  Werke,  in  welchem  sie  fallen,  sofort  wieder
zur  Schweißeisenerzeugung  verwendet,  stecken  also
in  der  Gesamterzeugung  von  Schweißeisen  aus  Puddeleisen
  drin.
3.,  Altguß.  Derselbe  findet  in  größeren  und  kleineren
Eisengießereien  überall  Verwendung  als  Zusatz  zu
dem  einzuschmelzenden  Gießereiroheisen
4.,  Bruch-  und  Wascheisen.  Abfall  beim  Gießereibetriebe.
Dasselbe  wird  fast  immer  in  der  Gießerei,  in  der  es
als  Abfall  entsteht,  wieder  eingeschmolzen,  steckt
also  in  den  Gußwaren  zweiter  Schmelzung  drin.
5.,  Stahlaltschrott.  Derselbe  dient  wesentlich  der  Martinstahlerzeugung, ­
  und  seine  Mengen  entsprechen  etwa
            
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