Full text : Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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entgegenstellt.  Dies  würde  sogar  nur  eine  Umlaufszeit  des
Eisens  von  20  Jahren  bedeuten.  Für  letzere  Annahme  spricht
auch  noch  der  Umstand,  daß  nicht  alles  Eisen,  das  früher
einem  bestimmten  Zweck  gedient  hat,  nach  seiner  Ausrangierung ­
  sofort  in  den  Martinofen  oder  in  die  Giesserex
wandert.  Sehr  viel  Altmaterial  und  in  erster  Linie  Träger
und  Schienen,  findet  trotz  seiner  Ausrangierung  in  dem
einen  Betrieb  noch  Verwendung  bei  anderen  Bauten,  wo
es  auf  Jahre  hinaus  noch  seinen  Zweck  voll  und  ganz  erfüllt.
Doch  soll  in  folgendem  mit  der  angenommenen  Umlaufsperiode ­
  von  25  Jahren  gerechnet  werden,  wenn  auch
nicht  zu  verkennen  ist,  daß  in  den  letzten  15  Jahren  eine
25jährige  Umlaufszeit  nicht  mehr  ganz  den  Verhältnissen
entspricht.  Denn  wenn  eine  kürzere  Zeit  angenommen
wird,  so  ergeben  sich  für  die  zu  anderen  Zwecken  als  der
Martinstahlbereitung  verwandten  Mengen  Altschrott  zu
hohe  Zahlen.  Seit  dem  Jahre  1908  führt  die  deutsche
Reichsstatistik  in  ihren  Produktionserhebungen  auch  die
Schrottmengen  auf,  die  in  den  einzelnen  Hüttenbetrieben
Verwendung  finden  Wenn  man  diese  Zahlen  mit  denen
der  errechneten  Tabelle  vergleicht,  so  stimmen  sie  im
wesentlichen  mit  denselben  überein  bei  Annahme  einer
25jährigen  Umlaufszeit  des  Eisens,
Die  Produktionsstatistik  hat  für  1908  folgende  Zahlen
ermittelt:
Schrottverbrauch  in  Hochöfen  ......  64  030  t
Schweißeisenwerken  .  ,  104433  „
Eisen-  u.  Stahlgießereien  592  412  „
Flußeisen-(Martin)werken  3  392  724  „
Sa.  .  .  .  4153  599  t
Die  ermittelten  Mengen  Schrott,  worunter  altes  Material, ­
  Gußbruch  oder  Gußschrott  zu  verstehen  ist,  umfassen ­
  nur  die  in  den  einzelnen  Betrieben  eingebrachten
und  dort  verbrauchten  Mengen,  nicht  auch  die  in  der  eigenen
            
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