Full text: Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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Verhältnisse im Ausland, soweit sie wenigstens für den 
Westen Deutschlands in Betracht kommen, für die Preis 
gestaltung von Schrott ungünstig liegen- In Belgien be 
steht ein großer Entfall für den erst in letzter Zeit ein 
etwas gebesserter Absatz nach England besteht. In großem 
Umfang suchte dieser Entfall Unterkunft in Deutschland 
teils in zollfreiem Verkehr, teils auch mit erheblichen 
Mengen unter Erlegung des Zolls. Andererseits war die 
Ausfuhr von Schrott nach Italien sehr gering, weil dort die 
Wirtschaftslage unter dem Einfluß des Krieges recht schlecht 
war. Die amtliche Statistik der Ein- und Ausfuhr zeigt 
dieses Anwachsen der Einfuhr und Nachlassen der Ausfuhr 
von Schrott deutlich. Neben diesen Hauptursachen be 
stehen natürlich noch eine ganze Reihe mehr lokaler Gründe, 
die aber fast durchweg einer Preisbesserung entzogen sind. 
Und da eine Aenderung der Hauptursachen nach ihrer 
Natur in absehbarer Zeit nicht erwartet werden kann, be 
steht kaum Aussicht, eine Preisbesserung für Schrott durch 
zusetzen, wie es wohl in der Absicht der großen Werke 
liegen mag. Man wird nicht umhin können, sich daran zu 
gewöhnen, daß auch in der Folge der Schrottpreis sich auf 
einem niedrigeren Niveau hält. 
Die Preise für Altschrott richten sich wie bei jedem 
anderen Handelsprodukt in erster Linie nach Angebot und 
Nachfrage, Und seit der Schrott für die Stahlbereitung 
seine außerordentliche Bedeutung gewonnen hat, findet 
man in den technischen Fachzeitschriften, sowohl deut 
schen, wie englischen und amerikanischen, die Marktbe 
richte über Eisen und Stahl bringen, auch die genauen 
Preisnotierungen von den verschiedensten Schrottarten und 
jeweils Berichte über die Lage des Schrottenmarktes. 
In den letzten Jahren ist an sehr vielen Stellen und 
in mannigfaltiger Weise versucht worden, den Schrotthandel
	        
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