Full text : Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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40  0 /o  der  Martinerzeugung  der  Gesellschaft  ausmacht.
(2  772  378  t).
Ein  anderes  Werk,  die  Great  Western  lron  and  Steel
Company,  hat  seinen  Schrottbedarf  dadurch  zu  decken  gesucht, ­
  daß  es  die  nach  der  großen  Katastrophe  in  San
Francisko  im  Jahre  1906  gesammelten  Mengen  Alteisen  ankaufte. ­
  Seit  der  großen  Feuersbrunst  hat  die  genannte
Firma  150  000  t  Schrott  verladen  und  besitzt  4  Schrotthaufen, ­
  die  je  100  Fuß  im  Quadrat  bei  40  Fuß  haben  und
insgesamt  80000  t  Schrott  enthalten.
Ueber  die  Schrottpreise  ist  oben  schon  gesagt  worden, ­
  daß  sie  nicht  für  alle  Sorten  einheitlich  sind.  Der
Kernschrott  erzielt  im  allgemeinen  die  höchsten  Preise,
doch  stehen  die  Preise  der  anderen  Sorten  in  keinem  bestimmten ­
  Verhältnis  dazu.  Für  Neuschrott  bestimmen  sich,
die  Preise  durch  die  Mengen  des  Schrottentfalles  bei  den
Thomaswerken  und  den  Beschäftigungsgrad  der  Martinwerke. ­
  Der  Schrottpreis  steht  natürlich  in  einem  gewissen
Verhältnis  zum  Roheisen-  und  Stahlpreis,  aber  damit  ist
nicht  gesagt,  daß  die  Preisbildung  beider  Produkte  miteinander ­
  parallel  geht.  Meist  ist  der  Preis  der  Walzwerksabfälle ­
  niedriger  als  für  Stahlroheisen,  aber  er  ist  auch
schon  höher  gewesen.
Gerade  in  letzter  Zeit  sind  mehrfach  durch  die  Presse
Nachrichten  gegangen,  die  von  einer  Abschwächung  des
Schrottmarktes  berichteten.  Diese  Nachrichten  sind  an
sich  zutreffend,  nicht  aber  die  Gründe,  die  für  diese  angesichts ­
  der  sehr  starken  Beschäftigung  der  gesamten  Eisenindustrie ­
  sonderbaren  Preisrückgänge  angeführt  worden
sind.  In  den  Zeitungsmitteilungen  findet  man  als  Hauptursache ­
  für  den  Rückgang  des  Schrottpreises  vielfach  die
Tatsache  erwähnt,  daß  eine  Anzahl  großer  Werke  zur  Verarbeitung ­
  von  flüssigem  Roheisen  in  Martinöfen  anstelle
von  Alteisen  übergegangen  sei.  Dieser  dem  flüssigen  Ver ­
            
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