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Lehr- und Anschauungsmittel 51 
vorzüglicher Weise. Denn der einzelne Studierende wird 
sich mit den für sein Fach passenden Lehrmitteln dieser 
Art auf die leichteste und erfolgreichste Weise bekannt 
und vertraut machen können, wenn er sie in den Räumen 
des Seminars oder der Bibliothek oder auch in besonderen 
damit verbundenen Sammlungen täglich vor Augen hat 
und sich ungehindert mit ihnen näher beschäftigen kann. 
Außerdem würde es der Stellung der Seminare innerhalb 
des Organismus der Hochschule durchaus entsprechen, wenn 
die einzelnen Fachprofessoren, welche die berufenen ord- 
Nungsmäßigen Leiter der Seminare sind, aus den Samm- 
lungen ihrer Seminare die Anschauungsmittel für die allge- 
meinen Vorlesungen entnehmen könnten. 
4. Wollten endlich die Seminare, wie es bei den ähn- 
lichen Einrichtungen der alten Schule der Fall war, ihren 
Mitgliedern auch durch außerordentliche Veranstaltungen 
Gelegenheit zur Übung und Betätigung ihrer Kräfte bieten, 
So würde sich ein neues weites Feld für die Verwendung 
der Anschauungsmittel eröffnen. 
Welcher Art diese Anschauungsmittel sind, wird sich zumeist 
nach dem besonderen Gegenstand der einzelnen Fachwissenschaft richten. 
Im allgemeinen leisten in den meisten Fällen treffliche Dienste Karten 
Pläne, Bilder, Tabellen, Modelle, Geräte, Münzen und andere Gegen- 
stände. Unter den Bildern verdienen außer den Sammlungen von Pho- 
tographien aller Art die Lichtbilder eine besondere Erwähnung, für 
welche natürlich auch ein guter skioptischer Apparat vorhanden sein 
müßte, Unter allen Anschauungsmitteln dürften diese wohl den reichsten 
und Vielseitigsten Nutzen gewähren. Selbst ganz einfache schematische 
Zeichnungen, welche man ohne große Mühe auf einem mit Spirituslack 
überstrichenen Glase oder auf dünnem Pauspapier oder noch besser auf 
feinem Gelatinefolio herstellen kann, bieten als Lichtbilder oft recht 
dankbare Erläuterungen zu wissenschaftlichen Fragen. 
Mit Bezug auf die Lichtbildervorträge findet H. Schmidkunz es 
mit Recht beklagenswert, „wieviel die Lichtbildvortragenden dadurch 
versäumen, daß sie hauptsächlich zuviel Bilder zeigen und hinwieder 
jedes einzelne Bild nicht genügend ausschöpfen, wodurch erst die alte 
kunstwissenschaftliche Forderung des Sehenlernens befriedigt werden 
kann“ (Zts. f. Philos. u. Pädag. 15 [1908] 512). . 
Ein ziemlich reichhaltiges Verzeichnis von verschiedenen Lehr- 
und Anschauungsmitteln für alle Fächer des gewöhnlichen Unterrichts
	        
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