Full text : Wirtschaft als Leben

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Haushalten  und  Unternehmen,  XVIII.

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sie  in  Fühlung  mit  der  Forschung  in  Tatsachen.  Das  gilt  trotz  des
so  heftig  geführten  Kampfes;  der  kein  Wortstreit  war,  und  den  trotzdem
das  Wort  vergiftet  hat.  Nie  wirkt  die  Macht  des  Wortes  so  heimtückisch ­
  auf  uns,  wie  dort,  wo  unsere  grundsätzlichen  Anschauungen
sich  in  Worte  kleiden.  Das  Wort  ist  es  stets,  das  die  Menschen  verhetzt, ­
  weit  über  den  Zwiespalt  in  der  Sache  hinaus.  Wer  den  Frieden
will,  muß  diesem  Aufreizer  den  Krieg  erklären.
Wo  das  Wort  entzweit,  muß  der  Geist  versöhnen.  Wie  ein
Friedensruf  klingt  auch  in  diesen  Streit  ein  Satz  hinein,  der  so  recht
als  Wahlspruch  unserer  Wissenschaft  gelten  darf.  Er  ist  in  jenem
einzigen  Gedicht  enthalten,  das  auch  aller  Erkenntnis  das  Hohe  Lied
gesungen  hat;  nicht  jubelnd,  sondern  herb  und  zerrissen,  aber  nur
um  so  gewaltiger.  Am  gewaltigsten  vielleicht  mit  jenem  Satze,  der
vor  Wort  und  Sinn  und  Kraft  getrost  die  Tat  stelltI
Fs  will  zwar  anmaßend  scheinen,  wenn  eine  einzelne  Wissenschaft
nach  diesem  Satze  greift;  er  verweist  ja  auf  den  Urquell  unserer  Erkenntnis, ­
  und  zugleich  auf  jene  Grenze,  an  die  immer  wieder  die  Metaphysik ­
  hingelangt,  wenn  sie  alle  anderen  Grenzen  überschritten  hat.
er  dem  unsterblichen  Gedanken,  den  jener  Satz  kündet,  wiegen  sich
au ch  die  Träume,  denen  in  der  innersten  Menschennatur  ihr  Recht
gewahrt  bleibt,  jene  Träume,  die  in  ihrer  hehren  Reinheit  nur  im
wortverächterischen  Gleichnis  Ausdruck  finden,  und  niemals  wortselig
SUK *’  se Fg  nur  des  wahrhaft  Schöpferischen,  der  Tat.
Dennoch,  am  ehesten  darf  unsere  Wissenschaft  jenen  Satz  in
^.nspruch  ne hmen.  Auch  sie  blickt  aus  nach  der  Gottheit  lebendigem
sucht  warmes  Leben,  sucht  Menschenschicksal.  Und  wie
-  zweite,  schlägt  diese  Wissenschaft  das  Wort  in  Fesseln.  Der
Erdul enCn  ^ atZ  £ es prochen  hat,  das  war  der  Welt  des  Handelns  und
das  I  GnS  köchstgeborenes  Kind;  vor  dessen  wunderbarem  Auge  sich
en  und  sein  Schicksalszug  erschlossen,  wie  vor  keinem  anderen,
er  r a' Var  ^ er  dichter  zugleich,  der  das  Wort  gehaßt,  wie  keiner;
er'  aUS  königlicher  Gewalt  des  Geistes  unser  Deutsch  geadelt  hat;
r »  er  noch  aus  dem  Klang  der  Worte  süßesten  Zauber  schuf.
A  °  ^ at  wa hrhaftig  die  Wissenschaft  des  Alltäglichen  ein  lauteres
c  t  auf  den  Wahlspruch,  den  einigenden  und  befreienden:
Im  Anfang  war  die  Tat!

Kleide,
keine
aber

V -  G “tt!-Ottim en feld,  Wirtschaft  als  Leben.

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