fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

lichen Institute (mutual savings banks), die ausschließlich den Interessen 
der Sparer dienen und der Oberaufsicht von ehrenamtlichen Treuhändern 
unterstehen — Ende 1936 bestanden 14,5 Millionen Sparkonten mit 
10,1 Milliarden H Einlagen —, und die als Aktiengesellschaften 
organisierten Sparkassen (stock savings banks), die den Erwerbsunter 
nehmungen zuzurechnen sind. 
Zur Befriedigung des langfristigen landwirtschaftlichen Kre 
dits dienen die auf genossenschaftlicher Grundlage mit staatlicher Unter 
stützung ins Leben gerufenen Federal land banks und die als Erwerbs 
institute errichteten feint steck banks. Beide unterstehen dem Federal 
karrn lean board. — 
Erwähnt sei schließlich noch ein besonderer Typ des amerikanischen Bank 
wesens, die commercial paper houses. Kauft die amerikanische Bank die 
ihr Von Kunden angebotenen Wechsel, so nennt sie dies diseeunt — in der 
Kreditabteilung (credit department) werden sorgfältig Auskünfte, Bilanzen 
usw. über die zum Diskont zugelassenen Kunden und deren Kunden ge- 
sammelt —; hat die Bank darüber hinaus Gelder anzulegen, so kauft sie 
— wie die deutschen Banken Privatdiskonten — Wechsel am offenen Markt 
an. Als Vermittler bedient sie sich hierbei des breker (dealer). Die broker, 
die früher nur kommissionsweise handelten, haben in neuerer Zeit bankähn 
liche Institute, die eernrnereial paper beuses, geschaffen, die das Wechsel- 
diskontgeschäft für eigene Rechnung betreiben. Sie kaufen „notes" (Sola 
wechsel) und aceeptanees (Akzepte) und verkaufen sie an Banken, die Ka 
pitalanlage. erstreben7Der Gewinn des hroher liegt in der Zinsspanne, in 
der auch noch die Risikoprämie enthalten ist. — 
Die innere Organisation einer amerikanischen Handelsbank unterscheidet 
sich wesentlich von der Organisation deutscher Banken. 
Die Aktionäre (stockholders) einer amerikanischen Handelsbank sind 
nicht so zufällig zusammengesetzt, wie es bei deutschen Aktienbanken die 
Regel ist. Holdsworth sagt (in Money and Banking): „Great care 
should be exercised in selecting the stockholders es a bank, for tbey 
are the source es all ultimate authority.“ Die Aktionäre erhalten, wie 
in England, ein certificate es stoek, das besagt, wieviel Aktien (in der 
Regel zu je 100 $) sie besitzen. Bei Verkauf der Aktien muß die Übertra 
gung in den Büchern der Gesellschaft registriert werden. 
Aus ihrer Mitte heraus wählen die Aktionäre die Direktoren (board ok 
8 G-babö 30. A. 113
	        
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