Full text : Einführung in die Volkswirtschaftslehre

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Grundbegriffe  der  Wirtschaft.
Stücke  zu  kompensieren,  hierin  liegt  auch  das  Wesen  der
„Schleuderkonkurrenz".
Der  sinkende  preis  wirkt  auf  die  Nachfrage  normal  steigernd,
falls  nicht  hier  der  Sättigungsgrad  des  Konsumenten  schon  erreicht ­
  ist.  Man  wird  Streichhölzer  oder  Lampen  und  selbst  Nahrungsmittel ­
  oder  Kleider  schließlich  nicht  mehr  kaufen,  wenn  sie
auch  noch  so  billig  sind.  Endlich  wirkt  steigender  preis  in  der
Kegel  nachfragesenkend,  wenn  nicht  qerade  das  Steigen  des
Preises  Veranlassung  gibt,  sich  „einzudecken".  Es  ist  die  wohlbekannte ­
  Erscheinung  der  Angst-  oder  panikpreise,  die  Psychologie ­
  des  „hamstertums",  die  schon  im  (7.  Jahrhundert  der  englische
  Forscher  Gregory  King  in  der  nach  ihm  benannten
Kegel  derart  zum  Ausdruck  brachte,  daß  er  bei  einem  Ernteausfall
  ein  überproportionales  Steigen  der  Getreidepreise  behauptete,
wenn  auch  die  von  ihm  vorausgesetzte  mathematische  Beziehung
zwischen  Lrnterückgang  und  Preissteigerung  nicht  nachweisbar
ist,  so  hat  die  Kichtigkeit  der  Grundbehauxtung  die  Zeit  des
Krieges  schlagend  erwiesen.
Ls  wäre  nur  noch  zu  fragen,  wo  die  Grenzen  d  e  r  p  r  e  i  sschwankungen
  liegen  können,  wobei  für  den  Käufer  dir
Grenzen  nach  oben,  für  den  Verkäufer  nach  unten  zu  bestimmen
wären.  Die  Grenzen  der  Preissteigerung  für  den  Käufer  sind,
soweit  rein  ökonon'ische  Motive  mitwirken,  im  Grenznutzen  gegeben, ­
  der  natürlich  stark  schwanken  kann.  Der  Grenznutzen  eines
Wagens  ist  sehr  verschieden,  wenn  der  wagen  zum'  Spazierenfähren ­
  oder  zur  Flucht  vor  einbrechenden  Feinden  benutzt  ivird
Die  Grenzkosten  des  Verkäufers  lassen  sich  so  eindeutig  nicht  be.
stimmen,  wenn  Güter  beliebig  vermehrbar  sind  wird  stw  der
preis  nach  den  Kosten  desjenigen  Verkäufers  richten,  der  die
waren  am  billigsteii  beschaffen  kann,  würde  der  preis  höher
getrieben,  so  fände  sich  stets  ein  neuer  Konkurrent,  der  die  bisherigen ­
  Anbietenden  unterbieten  und  damit  die  Kundschaft  an
sich  ziehen  würde.  Der  größte  Teil  des  Marktes  der  modernen
volk-wirtschasr  steht  unter  diesem  Gesetz  der  niedrigsten  Produktionskosten. ­
  zu  welchen  natürlich  auch  ein  anaemessener  Gewinn
der  Verkäufers  gehört.  Ls  gibt  jedoch  eine  Keihe  von  Gütern
die  nicht  beliebig  vermehrt  werde,,  können,  sei  es  aus  technischen'
fei  es  aus  ökonomischen  Gründen,  hier  entscheiden  nicht  die
niedrigsten,  sondern  die  höchsten  Produktionskosten.  So  ist  Getreiöe
  nach  dem  heutigen  Stande  der  Technik  und  des  Verkehrs
vorläufig  noch  beliebig  vermehrbar.  Nehmen  wir  aber  die  Zeit
            
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