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Der Boden.
Wind bleibt ein direkter Kraftspender. Um die Ausnutzung der
Sonnenkraft und der Kraft von Flut und (Ebbe wird noch gerungen.
Bei weitem das wichtigste natürliche probuttionsmittel aber
bleibt der Boden. DerBoden war ursprünglich ein freies Gut,
solange die Menfchenzahl ,wch klein war im Verhältnis zu dem
vorhandenen kulturfähigen Lande. Auch jetzt noch ist Boden frer,
wenn auch kaum in dem Sinne, daß er „Niemandsland" fer; vielmehr
ist in den jungen Ländern (dem amerikanischen Kontmen ^
Sibirien usw.) das Land meist Kronland, nicht feiten allerdingin
den Händen von Spekulanten oder Spekulantengruppen, wo
der Boden Kronland ist, pflegt er in diesen Ländern meist unentgeltlich
oder sehr billig an solche abgegeben zu werden^ dw
ihn zu kultivieren beabsichtigen. Nach dem wirtschaftlichen Gesetz
wird nun, solange noch freier Boden vorhanden ist solcher Boden
ausgesucht werden, der bei gleichem Arbeits- und. Kapitalaufwand
die böchsten Lrttäae bringt. So sehen wir die merkwürdige
Erscheinung, daß mitten im Industriegebiet der Gststaaten Amenfas
deserted farms", aufgegebene Bauerngüter, sich finden. Ihre
bishekigen Besitzer haben die ursprüngliche Bodenkraft ausgenutzt
und ziehen es vor. statt diesem aüsgesaugten Boden Dünger d. h
Kapital, zuzuführen, in den fernen Westen zu gehen und^ sich dort
jungfräuliches Regierungsland geben zu lassen.
Aber selbst bei Wiederzuführung der entnommenen Bodenbestandteile
und bei immer weiterem Arbeitsaufwand (Tiefpflügen,
hacken) kommt einmal der Punkt wo der Boden au
natürlichen Gründen eine weitere Ertragssteigerung Nicht hergibt
Zwischen dem ersten Anbrechen des fungfraulichen Bodens
und'dem Punkte, wo der Boden überhaupt eine Steigerung der
Roherträge verweigert, findet ein ständiges Ruckgehen des Reinertrages
statt. Dieses sogenannte Gesetz des abnehmenden
Bodenertrages führt zu der Konsequenz, daß bei einem gegebenen
Stande der Technik und der Preise eine Reche von Boden
zweckmäßig nicht in Angriff genommen ober daß umkehrt sta
der weiteren Kapital- und Arbeit-verwendung auf alte Ku tur
böden nunmehr neue herangezogen werden. Diese Feststellung
ch wieder in jedem einzelnen Falle Aufgabe des homo oeconomicus.
So ist die Frage für uns während des Krieges von Wichtigkeit
geworden und wird es weiter fein, ob es Zweckmäßiger ist,
Moor- und GLlandböden zu kultivieren oder ob der gleiche Aufwand
sick auf alten Kulturboden besser bezahlt macht.