Full text : Einführung in die Volkswirtschaftslehre

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Die  Arbeit.

Die  Bodenfläche  hat  endlich  Ausdehnung;  diese  Ausdehnung
erfordert  Aufwendung  von  Zeit  und  Transportkosten.  Die  bereits
erwähnt  Lehre  T  h  ii  n  e  n  s  basiert  darauf,  daß  die  Entfernung
vom  Wirtschaftshofe  einerseits,  von  der  Stadt  andererseits  die
Wirtschaftsart  beeinflussen  muß,  da  bei  einmal  gegebenem  preise
auf  einen  Teil  der  Produktionskosten,  als  welche  sich  Zeit-  und
Transportaufwand  darstellen,  nur  eine  bestimmte  (Quote  der  Gesamtkosten ­
  entfallen  darf,  wenn  die  Produktion  nicht  unrentabel
werden  soll.  Aus  der  Tatsache  der  Ausdehnung  der  Bodenfläche
folgt  denn  die  Bestimmung  der  produktionsrichtuna  durch  den
Standort.
Die  naturgegebenen  Produktionsmittel  baden  die  Besonderheit
aller  natürlicher  Dinge,  daß  sie  unberechenbar  sind,  wind
und  Welle  ebenso  wie  der  in  seinem  Ertrage  von  der  Witterung
abhängige  Boden.  So  kann  man  denn  verfolgen,  wie  d  i  e
Menschheit  sich  bemüht,  diese  naturgegebenen
Produktionsverfahren  durch  arbeitgegebene,
erzeugteundbeherrschbarezuersetzem  Die  Dampfmaschine ­
  tritt  an  die  Stelle  des  Wasserrades  der  Mühle  oder  des
Windes  im  Schiffssegel;  die  Chemie  ersetzt  den  natürlichen  Indigo
oder  Kautschuk  durch  den  synthetischen;  an  Stelle  des  Holzes  wird
Eisen  oder  Eisenbeton  zu  Bauten  verwendet,  von  einem  vollständigen ­
  Ersatz  ist  freilich  auf  absehbare  Zeit  keine  Rede.
Auch  hie  naturgegebenen  Produktionsmittel  bedürfen  selbst
für  die  primitivste  Wirtschaft  einer  Ergänzung;  die  bereiten  Schätze
müssen  gehoben  werden.  Der  Schatzgräber  ist  die  Arbeit.
b)  Die  Arbeit.
IDir  sind  alle  Arbeiter,  ob  wir  Eisen  walzen  oder  das  Feld
beackern  oder  am  stillen  Schreibtisch  sitzen.  Und  alle  leisten  wir
mit  unserer  Arbeit  ein  Dreifaches:  wir  erwerben  uns  und  den
mistigen  das  tägliche  Brotz  wir  schaffen  und  formen  neue  wirtschaftliche ­
  werte,  und  wir  tragen,  jeder  zu  seinem  bescheidenen
Teil,  dazu  bei,  dem  vaterlande  zu  nützen.  Ls  ist,  so  gesehen,
wirklich  kein  Unterschied  zwischen  dem  Tagelöhner,  der  Steine
zum  Bau  trägt  und  dem  Baumeister,  der  den  Plan  des  Hauses
entwarf,  wir  sind  alle  Arbeiter,  und  jede  redliche  Arbeit  ist  gleich
viel  wert.
Aber  es  wäre  töricht,  wenn  wir  leugnen  wollten,  daß  nicht
            
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