fullscreen: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

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sicherheit gezeigt hatte, die den Zeitgenossen wie ein 
untrüglicher Instinkt vorkommen mußte und tatsäch- 
lich auch vorgekommen ist, In diesem größten aller 
seiner Pläne, der bei erfolgreicher Durchführung eine 
beispiellose Krönung dieses an Erfolgen so reichen 
Lebens gebracht hätte, scheint er aber seiner Zeit zu 
weit vorausgeeilt zu sein. Noch war die Amerikani- 
sierung der Welt nicht weit genug gediehen, noch war 
die internationale Politik nicht jederzeit und überall 
die gehorsame Dienerin der Wirtschaft, der Finanz- 
interessen, Bei dem Schiffahrtstrust aber kam die hohe 
Politik ins Spiel, und hier endete die Macht des Nur- 
Finanzmannes, 
Ein Beweis für diese Anschauung kann darin er- 
blickt werden, daß die Auswirkung des Schiffahrts- 
trusts durch Deutschland und England verhindert 
wurde, durch die Hamburg-Amerika-Linie, den Nord- 
deutschen Lloyd und die Cunard Line, Sowohl wirt- 
schaftliche wie politische Faktoren spielten hier mit. 
Die Ziele, die Morgan für die amerikanische Handels- 
schiffahrt durch die Gründung des Schiffahrtstrusts 
wohl erhoffte, sind erst unter ganz anderen wirtschaft- 
lichen und politischen Begleitumständen, nämlich wäh- 
rend des Weltkriegs, erreicht worden, ihre Verwirk- 
lichung hat aber auch dann kaum ein längeres Leben 
gehabt als es diesen Begleitumständen beschieden war. 
Was zunächst die wirtschaftlichen Faktoren be- 
trifft, so stand die wirtschaftliche Bedeutung der ame- 
rikanischen Handelsmarine jener Zeit doch wohl in 
einem allzu schreienden Mißverhältnis zu der der Han- 
delsmarinen anderer Länder, insbesondere Englands 
und Deutschlands. Die nationale Wichtigkeit einer 
Handelsschiffahrt wird wohl am besten ausgedrückt 
durch Angabe des Prozentsatzes der Einfuhr nach und 
der Ausfuhr aus einem Land, die auf Schiffen unter der 
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